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Abschlusskosten müssen genannt werden

Beschlossen und verkündet: Beim Verkauf von Lebens- und Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie privaten Krankenversicherungen müssen spätestens ab 1. Juli 2008 die eingerechneten Abschlusskosten ausgewiesen werden, und zwar als „einheitlicher Gesamtbetrag“. Sprich: nicht in Prozent auf irgendwas, sondern als Euro-Betrag.

Die entsprechende Informationspflichten-Verordnung (VVG-InfoV) ist Ende Dezember vom Bundesjustizministerium erlassen worden. Die Versicherungsbranche hatte sich bis zuletzt noch Mut gemacht, die Pflicht zur Euro-Angabe könne verhindert werden. Die Befürchtung ist groß, dass der Kunde schon aus den Latschen kippt, bevor er den Lebensversicherungsantrag unterschrieben hat.

Die eingerechneten Abschlusskosten bei Lebensversicherungen sind nicht gleichzusetzen mit der Provision des Vermittlers. Die Provision kann sowohl höher als auch niedriger sein. Bis zu vier Prozent der gesamten Prämien können als Abschlusskosten auf den Kunden direkt abgewälzt werden. Bei 150 Euro Monatsbeitrag und 30 Jahren Laufzeit sind das zum Beispiel 2160 Euro, die der Kunde mit seinen Prämien abstottern muss.

Auszug VVG-InfoV:


Kommentare

Wolfgang Cordes 24. November 2011 um 15:26

Es ist interessant zu lesen, dass sich manche phantisievoll besserwissenden Belehrungen bis heute immer wieder finden.

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