GEZ: Abo-Kunden verpetzt?

Wie die GEZ zu den Adressen von möglichen Schwarzsehern kommt, beschreibt der „Tagesspiegel“. Allerdings bleibt der Artikel, wie ich finde, auf halber Strecke stehen. Denn in indirekter Rede wird die Datenschutzbeauftragte des Senders RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg), Anke Naujock, mit der Aussage zitiert, von besonderem Interesse wären die Abonnentenkarteien von Programmzeitschriften wie „TV Spielfilm“, „TV today“, „Hörzu“ oder „TV Hören und Sehen“.

Bekommt ein neuer Abonnement etwa der „Hörzu“ automatisch Besuch vom GEZ-Fahnder, wenn er noch nicht angemeldet war? Im weiteren Text heißt es nur, dass der Adressbroker AZ Direct (Bertelsmann-Konzern) „keine Adressen aus der Substanz des Bertelsmann-Konzerns“ vermitteln würde. Von den vier großen Programmzeitschriften seien ebenfalls keine Abonnentenlisten vermittelt worden.

Klar, woher auch sollte Bertelsmann die Adressen etwa vom Axel-Springer-Verlag haben? Es wäre eine hartnäckige Nachfrage bei der Datenschutzbeauftragten und der GEZ wert gewesen, ob tatsächlich Abodaten zur GEZ gelangen. Wenn ja, sollten das die Kunden vor der Unterschrift wissen können.

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Andreas Kunze am 31. Januar 2005 um 15:57

    Angestellt oder gar verbeamtet sind die GEZ-Leute nicht – sie arbeiten wie ein Versicherungsvertreter auf Provisionsbasis. Deshalb sind ihre Befugnisse auch so gering. Im Treppenhaus die Nachbarn anzuhauen, halte ich f

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