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Berlin: Vermieter soll künftig Makler-Provision zahlen

Zuletzt aktualisiert: 6. November 2013

Union und SPD sind sich über ein „Paket für bezahlbares Bauen und Wohnen“ einig. Unter anderem geplant: Wer den Immobilien-Makler bestellt (meist der Vermieter), soll ihn künftig auch bezahlen. Lesen Sie hier die wichtigsten Punkte der gepanten Reform, zusammengestellt vom Deutschen Mieterbund.

Mietpreisbegrenzung: In Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten sollen die Wiedervermietungsmieten auf 10 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt werden. In bestehenden Mietverhältnissen soll die Miete künftig nur noch um 15 Prozent innerhalb von 4 Jahren steigen dürfen.

Maklerprovision: Künftig soll im Maklerrecht das Bestellerprinzip realisiert werden. Derjenige, der den Auftrag zur Wohnungsvermittlung gibt, soll auch die Maklerprovision zahlen müssen.


Mieterbund-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten: „Die Regelung ist überfällig. Wer eine Dienstleistung bestellt, muss dafür zahlen. Schaltet der Vermieter oder die Wohnungsgesellschaft einen Makler ein, damit der einen Wohnungsinteressenten auswählt, muss der Auftraggeber die Provision zahlen und nicht – wie heute üblich – der Mieter.

Tatsächliche Wohnfläche entscheidend: Künftig soll die tatsächliche Wohnfläche für die Miete und für Mieterhöhungen entscheidend sein, nicht die im Mietvertrag angegebene Quadratmeterzahl.

Energetische Gebäudesanierung: Künftig sollen Vermieter nach einer energetischen Gebäudesanierung nicht mehr 11 Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen dürfen, sondern nur noch 10 Prozent. Außerdem soll der Zuschlag nur zeitlich begrenzt gefordert werden dürfen.

Wohngeld: Das Wohngeld wird angepasst und die 2011 abgeschaffte Heizkostenkomponente soll wieder eingeführt werden.

Wohnungsbau: In Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf soll es eine Sonder-Afa geben. Die finanziellen Mittel zur Städtebauförderung sollen auf 700 Millionen Euro aufgestockt werden. Davon sollen 150 Millionen Euro für das Programm „Soziale Stadt“ verwendet werden.



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