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Treuk AG pleite: So retten Sie Ihr Geld

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017

Insolvenz der Treuk AG in Köln: Sparer fürchten um ihr Geld! Die Treuk AG kaufte Verbrauchern Lebensversicherungen und Bausparverträge mit dem Versprechen ab, diese aufzuwerten. Nun musste das Unternehmen beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen (Az. 75 IN 356/17), berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg und rät Anlegern zur Prüfung ihrer Verträge, um möglicherweise Schadensersatz wegen Falschberatung verlangen zu können.

Die Treuk AG, die sich selbst „Kanzlei für Kapitalsicherung“ nannte, übernahm sichere Anlageverträge, indem sie Kauf- und Abtretungsverträge oder Nachrangdarlehensverträge mit Verbrauchern schloss und behauptete, in einigen Jahren mehr aus dem Geld zu machen. „Das Geschäftsmodell der Treuk AG war von Beginn an eine windige Angelegenheit“, meint Finanzexpertin Gabriele Schmitz von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Tatsächlich war diese Behauptung ein Vorwand, um an die Auszahlungen aus den Verträgen zu kommen“, sagt Frau Schmitz.

So informiert Treuk auf http://www.treuk.de/ über die Insolvenz:

Sehr geehrter Besucher.
Die Treuk AG hat am 30.08.2017 beim Amtsgericht Köln unter dem AZ.: 75 IN 356/17 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahren über das Vermögen der Treuk AG gestellt.

Anleger tauschten bei der Treuk AG staatlich überwachte und sichere Finanzprodukte wie Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträge gegen riskante und völlig unbeaufsichtigte Geldanlagen ein. Denn immer wurde für die neuen Verträge eine Nachrangigkeit vereinbart, sodass sie nicht der Finanzaufsicht unterfielen. Nachrangigkeit bedeutet, dass Auszahlungsansprüche im Falle der Insolvenz eines Unternehmens erst nach den Forderungen aller anderen Gläubiger bedient werden. Bei der Treuk AG hat sich dieses Risiko nun verwirklicht. Die Firma kann die vereinnahmten Geldbeträge nicht mehr zurückzahlen und die Ansprüche der Betroffenen werden zuallerletzt befriedigt.

„Geld können Anleger nur noch zurückholen, wenn sie den Berater in Haftung nehmen, der den Vertragsschluss bei der Treuk AG empfohlen hat“, sagt Frau Schmitz. Die Verbraucherzentrale
Hamburg überprüft, welche Chancen Anleger haben, Schadensersatz zu fordern. Auch ein Anwalt kann helfen, das Geld zu retten.

 

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Philip Schober von der Kanzlei Brinkmann & Partner bestellt. Der Rechtsanwalt beziffert laut „Versicherungsjournal“ den Fehlbetrag auf rund 3,3 Millionen Euro, es seien etwa 300 Anleger betroffen. Da Treuk AK „mit allen Kunden den Nachrang der Forderungen gemäß § 39 Absatz 2 InsO vereinbart hat, können sie erst angemeldet werden, wenn das Insolvenzgericht besonders dazu aufruft“, wird der Fachanwalt für Insolvenzrecht zitiert. Das wird aber nur dann passieren, wenn noch Geld da ist, nachdem die vorrangigen Gläubiger von Treuk befriedigt wurden.



Kommentare

verbraucherschutz.tv 16. November 2017 um 11:53

Hallo S.Seidelbach und M. Huhn
es ist extrem wichtig zu wissen, wie die Übertragung der Rechte an Ihren Versicherungen vorgenommen wurden. Haben Sie die Rechte nur gegenüber der TREUK AG übertragen oder haben Sie die Abtretung auch gegenüber Ihrer Versicherung formuliert? Juristisch macht das einen feinen Unterschied…

Antworten

M. Huhn 18. November 2017 um 04:58

Das Schreiben an die Versicherung wurde von Herrn Schiefer bzw. von der Treuk ag. vorgefertigt und mir zur Unterschrift vorgelegt. Ich habe selbst nichts tun brauchen.


s.reidelbach 10. November 2017 um 19:07

Ich habe 2013 auch einen Berater von ratgeber e.V. namens Christoph Schiefer vertraut und meine Lebensversicherung an die TREUK abgegeben. Anfang August kam ein Breif von der Treuk wo ich nochmal was unterschreiben musste unnd es um 40% Gewinnsteigerung ging. Da wußte TREUK garantiert schon schon von der Insolvenz die sie am 30.08. angemeldet haben. Was kann ich tun, um mein Geld wieder zu bekommen.
Für jegliche Info bin ich sehr dankbar.
S. Reidelbach

Antworten

M. Huhn 11. November 2017 um 19:45

Herr Schiefer hat auch mich beraten und als es zur Auszahlung ging wurde ich vertrösstet.Man habe sich mit den Auszahlungsdatum vertan.Ich würde mein Geld am 01.09.2017 bekommen.Das ganze nur heisse Luft.Nun ist meine Altersvorsorge weg und werde im Alter dem Vater Staat auf der Tasche liegen.Herr Schiefer ist nicht zu erreichen.Das ganze ist eine grosse Schweinerei.
M. Huhn


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