FINBLOG.de – Aktuelle Notizen vom Finanzjournalist Andreas Kunze

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6. August 2010
“Erträgnisaufstellung”: 25 Euro Gebühren zurückholen

Unter Kunden der früheren Dresdner Bank (von Commerzbank geschluckt) rumort es: Ihnen wurden 25 Euro für eine “Erträgnisaufstellung” berechnet, die zuvor kostenlos war. Dazu gab es nur einen kurzen Hinweis auf Kontoauszügen. Die Kunden mögen doch bitteschön widersprechen, wenn sie zu zu diesen Konditionen keine “Erträgnisaufstellung” mehr haben wollen.

“Ich habe diesen Hinweis auf dem Kto-Auszug übersehen. Sicher meine Schuld. Allerdings finde ich zum einen die Gebühr doch etwas überzogen, zum anderen das Geschäftsgebahren an sich mehr als fragwürdig”, schrieb mir ein Finblog-Leser. Eine Commerzbank-Sprecherin hat auf Anfrage bestätigt, dass die übernommenen Kunden der Dresdner Bank lediglich per Kontoauszugsdrucker über die Preisänderung informiert wurden (Commerzbank-Kunden zahlten schon früher 25 Euro) . Das sei nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine ausreichende Information.

Die Commerzbank-Sprecherin erklärte allerdings auch:

Da es nachvollziehbar ist, dass ein Kunde diese Information auch einmal übersehen kann, bieten wir unseren Kunden in der Regel an, die angefallenen Gebühren für die Eträgnissteueraufstellungen zurückzuerstatten.

Das verstehe ich so: Wer darauf drängt, kriegt das Geld zurück.
Die umfangreiche Erträgnisaufstellung ist mit Einführung der Abgeltungssteuer für die meisten Kunden sowieso unnötig geworden. Wer statt des pauschalen Abzuges indes die Veranlagung wählt, dem kann die Erträgnisaufstellung hilfreich sein. Recht gut erklärt sind die unterschiedlichen Bescheinigungenbeim Online-Broker Flatex.

22. Juli 2010
ING-Diba: Jetzt 7 Millionen Kunden (und 2.800 Mitarbeiter)

Liebe ING-DiBa, herzlichen Glückwunsch. Nach eigenen Angaben hast Du jetzt mehr als 7-Millionen Kunden.

Am 9. Juni 2010 konnte Deutschlands größte Direktbank die 7-millionste Kundin begrüßen. Brigitte Sinzig aus Pfaffenhofen an der Ilm in Oberbayern hat an diesem Tag ein Girokonto bei der ING-DiBa eröffnet und kann sich als 7-millionste Kundin nun über ein Startguthaben von 1.000 Euro freuen.
(…)
Im Jahr 2002 konnte die ING-DiBa den 1-millionsten Kunden begrüßen. Mit seitdem sechs Millionen neuen Kunden steht die ING-DiBa für eine
einmalige Erfolgsgeschichte im deutschen Bankenmarkt. Beim Wachstum profitiert die Bank sehr stark davon, dass ING-DiBa Kunden überdurchschnittlich zufrieden sind und ihre Bank nach unabhängigen Studien weit häufiger weiterempfehlen als die Kunden von anderen
Kreditinstituten.

Zählen da die Kunden von der Tochter in Österreich mit? Egal, 7 Millionen ist schon toll. Was mich noch am meisten beeindruckt: Wie wenig Arbeitsplätze die ING-Diba trotz Millionen neuer Kunden in den vergangenen Jahren geschaffen hat. Ganze 2.750 Mitarbeiter waren es laut Website im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Die “neue” Commerzbank (mit Dreba) kommt auf rund 14,5 Millionen Privat- und Firmenkunden weltweit, also etwa das Doppelte der ING-Diba. Sie hat aber fast 23 Mal so viel Mitarbeiter, rund 63.000.

Ich mag Unternehmen lieber, die wachsen, Arbeitsplätze schaffen und Sozialabgaben zahlen. Das sind für mich echte Erfolgsgeschichten. Aber trotzdem herzlichen Glückwunsch zu den sieben Millionen Kunden. Ich bitte um Nachricht, wenn eines Tages die Marke von 3.000 Mitarbeitern durchbrochen werden sollte.