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Fonds und Tagesgeld: Kombi-Produkte sind sinnlos, so Stiftung Warentest

Zuletzt aktualisiert: 26. Dezember 2012

Für Sparer waren die vergangenen Jahre hart – immer tiefer rutschten die Zinsen. Mit etwa 2 Prozent auf einem Festgeldkonto kann sich der Anleger derzeit glücklich schätzen.

Da kommen die plakativen Hochprozenter-Angebote mit Namen wie „Spar&Invest“, „Rendite-Plus“ oder „Top Invest“ gerade recht. Auf den ersten Blick jedenfalls. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die so genannten Kombiproduke mit Vorsicht zu genießen sind. Was die eine Banker-Hand gibt, holt seine andere wieder weg.

Zinsvorteil geht durch Gebühren verloren

Das übliche Strickmuster: Der Kunde muss meist mindestens 5.000 Euro mitbringen. Die eine Hälfte wird dann für eine kurze Zeit, etwa ein halbes Jahr, großzügig mit 5 oder 6 Prozent verzinst – die andere Hälfte des Geldes muss aber in einen Investmentfonds fließen. Der Zinsvorteil wird durch die typischen Ausgabeaufschläge der Investmentfonds schnell wieder aufgefressen (bei Aktienfonds betragen diese Gebühren regelmäßig 5 bis 6 Prozent).


Die Rechnung sieht beispielsweise so aus: Bei einer Gesamtanlage von 5.000 Euro zahlt die Bank für die Festgeldanlage 75 Euro an Zinsen (6% für ein halbes Jahr). Das sind etwa 50 Euro mehr, als der Kunde auf einem üblichen Festgeldkonto erzielen könnte. Im Gegenzug zahlt er aber für die anderen 2.500 Euro im Investmentfonds 125 Euro Gebühren (5 %).

Selbst wenn der Kunde den Investmentfonds wirklich haben wollte: Beim Kauf über eine Direktbank oder einen Fondsshop könnte er den Ausgabeaufschlag fast immer deutlich reduzieren und so mehr Geld sparen als er durch den Zinsvorteil erhält. Geldexperten wie Uwe Döhler von der Stiftung Warentest sehen noch einen weiteren Kritikpunkt: „Das eine ist eine Kurzfristanlage für ein paar Monate, das andere ein Langfristinvestment. Die paar Euro Zinsvorteil nutzen gar nichts, wenn sich die Fondsanlage später als Flop erweist.“ Nach seiner Beobachtung werden oft junge Fonds gekoppelt, für die noch keine Vergleichszahlen vorliegen.

„Vor allem der Verkauf von Aktienfonds soll über solche Aktionen angekurbelt werden“, so Döhler. Er rät dazu, Kombiangebote grundsätzlich nur dann zu erwägen, wenn ohnehin ein Investment in einen der angebotenen Fonds beabsichtigt war.“



Kommentare


Lutz Wilde 23. März 2006 um 10:48

Nein, er hat uns nat

Antworten

Andreas Kunze 22. März 2006 um 18:45

@Franzsika: Tja, das ist der Charme der Kryptik.

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Franziska 22. März 2006 um 18:35

Ich wei

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