17. Januar 2013 | Autor:

Rente mit 63: So viel Rentenabschlag kostet das

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Rente mit 63: Das ist der Wunsch von vielen – und noch weitgehend Realität. Im Durchschnitt waren die Neurentner des Jahres 2011 63,5 Jahre alt, Männer ein halbes Jahr älter als Frauen. So steht es im jüngsten Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung, schreibt das Deutsche Institut für Altersvorsorge. Bis jetzt unterschreiten die Rentner sogar noch die alte Regelaltersgrenze für den Rentenbezug von 65 Jahren. Aber wie sieht es künftig aus, wenn die umstrittene “Rente mit 67″ gilt?

Seit Anfang 2012 wird das gesetzliche Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben, beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 (siehe Tabelle unten). Der Rentenbeginn verschiebt sich bei jedem Geburtsjahrgang einen Monat nach hinten, vom Geburtsjahr­gang 1959 an sogar um zwei Monate. Der Geburtsjahrgang 1964 erreicht erstmals die neue Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Wer früher in Rente gehen möchte, etwa mit 63, kann dies tun, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Ohne Abschläge geht das nur für „besonders langjährig Versicherte“. Dazu muss die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht sein und zusätzlich muss der Versicherte 45 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Zeiten der Arbeits­losigkeit zählen nicht.
  • Mit Abschlägen können „langjährig Versicherte“ in Rente gehen, wenn sie mindestens 63 Jahre alt sind und mindestens 35 Beitragsjahre vorweisen können. Die Abschläge für den vorzeitigen Rentenbezug betragen 0,3 Prozent für jeden Monat, den Versicherte vor Erreichen des Rentenalters in Rente gehen. Der Abschlag beträgt maximal 14,4 Prozent. Die Abschläge gelten lebenslang.

Renteneintritt für Schwerbehinderte: Von 63 auf 65 Jahre

Auch für Schwerbehinderte steigt seit 2012 das Renteneintrittsalter stufenweise. Beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1952 erhöht es sich von 63 auf 65 Jahre, das Alter für den frühesten Rentenbeginn steigt von 60 auf 62 Jahre. Wer mit 62 statt mit 65 in Rente geht, muss Abschläge von 0,3 Prozent pro vorgezogenen Monat in Kauf nehmen, maximal 10,8 Prozent. Vertrauensschutz genießt, wer vor dem 17. November 1950 geboren wurde und spätestens am 16. November 2000 anerkannt schwerbehindert war. Diese schwer­behinderten Personen bekommen auch in Zukunft bereits mit 60 Jahren die volle Rente.

Von den Neurentnern des Jahres 2011 nahm in Westdeutschland mehr als jeder Vierte die vorzeitige Rente in Anspruch und damit Abschläge in Kauf,in Ostdeutschland waren es fast drei Viertel, so die Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Im Durchschnitt verzeichnen die vorzeitigen Rentner in Ost wie West rund 110 Euro Abschlag im Monat.

Wer früher in Rente geht und damit lebenslang eine Kürzung seiner gesetzlichen Rente akzeptieren muss, sollte dies bei der privaten Vorsorge berücksichtigen. Sowohl die Höhe der garantierten Rente als auch der Rentenbeginn sollten auf die Rentenkürzung und das gewünschte Renteneintrittsdatum abgestimmt werden, meint das Deutsche Institut für Altersvorsorge.

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Meinungen/Erfahrungen

Meinungen

  1. Guest sagt:

    Zum Absatz "Ohne Abschläge geht das …":
    Man muß also mindestens 65 sein, um mit 63 ohne Abschläge in Rente gehen zu können???
    –>
    Könnte das bitte jemand reparieren?

    • heidi sagt:

      überall steht was anderes dazu, wirri wirri,bei den schreibern ist auch schon demenz angesagt

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