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Reisebuchung online: Stornieren möglich. Aber ein Widerruf der Reise?

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2017

Immer öfter erfolgt eine Reisebuchung online. Das geht schnell. Aber lässt sich die Reisebuchung stornieren, ist der Widerruf möglich? Das eine von vielen Fragen rund um im Internet gebuchte Reisen. Hier sind die Antworten.

Früher wälzten Reiselustige allein Kataloge im Reisebüro um die Ecke, heute gehen sie online und können innerhalb von Sekunden Preise vergleichen, Hotelbewertungen von anderen Reisenden lesen und mitunter sogar Videos von den Reisezielen ansehen. Mal stammen die Angebote von Veranstaltern selbst, mal von Reise-Portalen, mal von Supermärkten.

Wer ist der Vertragspartner bei Online-Reisebuchung?

In der Regel sind die Betreiber der Internetseiten nur Vermittler, nicht Veranstalter. Für den Online-Bucher sollte gut erkennbar sein, wer der Veranstalter und damit Vertragspartner ist – denn an dessen Adresse hat er sich zu wenden, wenn es Probleme gibt.


Ist „Online-Urlaub“ immer günstiger?

Nein, möglicherweise gibt es die Reise zum gleichen Preis beim Reisebüro um die Ecke. Allerdings sind die Angebote im Internet mitunter mit Extras ausgestattet, etwa kostenlose Ausflüge am Urlaubsort. Übers das Internet ist außerdem sehr viel leichter ein Preisvergleich möglich, für den beim klassischen Buchen mehrere Reisebüros abgeklappert werden müssten.

Wie erhält der Kunde die Reise-Unterlagen?

Eine Buchungsbestätigung kommt per E-Mail, die eigentlichen Reise-Unterlagen kommen entweder gedruckt auf Papier per Post oder als PDF-Datei per E-Mail. Vor allem bei kurzfristigen Reisen setzt sich die E-Mail immer mehr durch.

Wie wird die Reisebuchung bezahlt?

Vor allem bei kurzfristigen Reisen geht selten etwas ohne Kreditkarte. Der Kunde sollte dann auf Verschlüsselung während des Datentransfers achten, erkennbar an „https“ vor der Internet-Adresse. Das „s“ nach dem üblichen „http“ steht für secure oder sicher. Je nach Veranstalter ist auch Bankeinzug oder Überweisung möglich.

Mein Finanztip: Die Bezahlung sollte erst dann erfolgen, wenn der Kunde den „Sicherungsschein“ erhalten hat (gedruckt oder als Datei). Der Sicherungsschein bestätigt, dass der Kunde im Fall einer Pleite des Veranstalters sein Geld erstattet bekommt.

Kann „Online-Urlaub“ noch storniert werden?

Ja, per Rücktritt, aber das kostet. „Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, eine online gebuchte Reise könne wie ein online bestellter Computer noch innerhalb von zwei Wochen widerrufen werden. Das Widerrufsrecht gilt für Reisen leider nicht“, sagt Katia Genkin, Rechtsanwältin in Düsseldorf. Die Klicks im Internet sind genauso verbindlich wie eine Unterschrift im Reisebüro.

Aber: „Wenn aber z.B. ein böswilliger Kollege unter falschem Namen gebucht hat oder geschäftsunfähige Kinder die Buchung abgeschickt haben, ist kein Vertrag zu Stande gekommen. Im Zweifel muss der Reiseveranstalter nachweisen, wer gebucht hat“, so Anwältin Genkin.

Wie teuer wird ein Rücktritt, also die reguläre Stornierung?

Das lässt sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen nachlesen. Die „Entschädigung“ hängt ab von der Zeit, die noch bis zum geplanten Reiseantritt bleibt, sowie vom Reisepreis. Bis 30 Tage vor Reiseantritt sind etwa 20 Prozent des Reisepreises verloren, bei weniger als fünf Tagen 80 Prozent und mehr. 

 

 



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