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Prepaid-Kreditkarte: Ohne Schufa, aber manchmal auch sinnlos

Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2017

Immer mehr Banken und Sparkassen offerieren Prepaid-Kreditkarten. Damit kann nur ein zuvor überwiesenes Guthaben ausgegeben werden. Für wen eignet sich der neue Typ von Plastikgeld, welche Nachteile hat diese Kreditkarte?

Ohne Kreditkarte kann das Leben ganz schön mühsam sein, sei es beim Autovermieter, bei der Flug-Buchung oder beim Internet-Shopping. Das erleben unter anderem jene, denen wegen schlechter Bonität eine Kreditkarte verweigert wird. Als Ausweg bieten sich Prepaid-Kreditkarten (prepaid: vorausbezahlt) an.

Das Prinzip kennen viele bereits von im Voraus bezahlten Mobilfunk-Karten: Es wird ein Guthaben aufgeladen, und nur über das kann verfügt werden. Die Prepaid-Kreditkarten kosten vielfach um die 30 bis 40 Euro pro Jahr, sind drei bis fünf Jahre gültig und jederzeit kündbar. In folgenden Lebenslagen kann das interessant sein:

Ohne Schufa: Bei Prepaid-Kreditkarte wird die Bonität nicht geprüft

Erwachsener mit geringer Bonität: Eine Prepaid-Kreditkarte kann jeder bekommen, selbst schlechte Schuldner. Es wird keine Bonität geprüft, es werden keine Schufa-Auszüge angefordert.
Kinder und Jugendliche: Bei einigen Anbietern beträgt das Mindestalter nur 12 oder 14 Jahre, dann allerdings meist mit einem Aufladelimit. Kinder und Jugendlichen können so bereits den Umgang mit einer Kreditkarte üben, kleine Einkäufe im Internet erledigen, ohne dass eine Schuldenfalle droht oder zu viel Geld ausgeben wird. Für Jugendliche sind die Prepaid-Kreditkarten teilweise kostenlos.

Urlauber: Wenn eine Kreditkarte gestohlen und missbraucht wird, dann werden zwar ungerechtfertigte Belastungen erstattet, aber bis dahin kann es viel Ärger geben. Vor allem dann, wenn man zum Beispiel als Urlauber im Ausland ist und zunächst gar nichts von den Belastungen mitbekommt. Bei einer Prepaid-Kreditkarte kann maximal das aufgeladene Guthaben „gestohlen“ werden.

Die Nachteile einer Prepaid-Kreditkarte…

Die Einsatzmöglichkeiten sind außerhalb des Internets begrenzt. Mit dem Plastikgeld kann nur dort bezahlt werden, wo Guthaben online abgefragt werden können. Das ist einleuchtend, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass das aktuelle Guthaben ausreicht (z.B. für die Kaution beim Autovermieter). Bei Geschäften mit den so genannten Ritsch-Ratsch-Lesern („Imprinter“) nutzt die Prepaid-Kreditkarte nichts.

Geldabheben mal kostenlos, mal gebührenpflichtig

Wer mit seiner Prepaid-Kreditkarte Geld abheben will, sollte außerdem vorab einen Blick auf die Kosten werfen. Das ist mal kostenlos, mal kostet es einen Prozentsatz des abgehobenen Geldbetrages, mal werden pauschal mehrere Euro berechnet.



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