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Notarkosten: 4 Tipps, wie Sie beim Haus- und Wohnungskauf sparen

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2013

Beim Kauf einer Immobilie, also einer Wohnung oder eines Hauses, lassen sich erheblich Kosten sparen. Vor allem beim Notar. Das sei eine Möglichkeit, die die meisten Immobilienkäufer gar nicht auf der Rechnung haben, schreibt Udo Schindler, Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg. Hier seine Tipps, wie sich Notarkosten beim Hauskauf oder Wohnungskauf senken lassen.

[dropcap]F[/dropcap]ür Immobilien werden in wachsenden Großstädten wie München, Stuttgart, Hamburg, Köln, Frankfurt oder Düsseldorf im Moment hohe Preise verlangt und bezahlt. Ein Verhandeln über den Kaufpreis oder über Maklerprovisionen ist in der derzeitigen Marktsituation schwierig. In besonders begehrten Städten sogar nahezu unmöglich. Dennoch lässt sich sparen.

Tipp1: Eine Sparmöglichkeit ergibt sich indes schon bei der Vertragserstellung. Die Notargebühren werden nicht erst mit der Unterschrift unter die Urkunde fällig, sondern schon bei der Erstellung Vertragsentwurfs. Warum also nicht die ohnehin bezahlte Dienstleistung auch nutzen? Anstatt den Vertrag für den Kauf der Wohnung oder des Hauses von einem Steuerberater oder einem Anwalt entwerfen zu lassen, kann man sich gleich vom Notar beraten lassen. Diese Beratung wird er nicht extra abrechnen.

Ohne Notaranderkonto geht es auch

Tipp 2: Immer wieder schlagen Bauträger oder Verkäufer vor, das Immobiliengeschäft über ein sogenanntes Notaranderkonto abzuwickeln. Dabei wird der Kaufpreis auf ein Konto des Notars eingezahlt, der das Geld treuhänderisch verwaltet und nach der Eintragung ins Grundbuch an den neuen Eigentümer überweist. Für diese Dienstleistung verlangen die Notare eine Hebegebühr, die sich am Kaufpreis orientiert und schnell ein paar Hundert Euro betragen kann. Eine günstigere Alternative ist es, die Zahlungsvoraussetzungen im Kaufvertrag zu regeln. Dann gibt es keinen Grund für einen solch teuren Umweg. Der Notar prüft, ob diese Voraussetzungen eingehalten werden – ohne zusätzliche Kosten.

Tipp 3: Normalerweise wird beim Notar auch die Grundschuld zugunsten der finanzierenden Bank beurkundet. Die Bank sichert sich damit das Pfandrecht, wenn der Käufer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dieses Geschäft ist jedoch grundsätzlich nicht beurkundungspflichtig. Manche Banken geben sich damit zufrieden, dass ihr Grundschuldentwurf nur beglaubigt wird. Im Untersc hied zu einer Beurkundung, die, abhängig von der Höhe der Grundschuld, mehrere Hundert Euro kosten kann, werden füeine Beglaubigung maximal 130 Euro fällig.

Auflassungsvormerkung kostet ebenfalls Notargebühren

Sparpotenzial ergibt sich hier vor allem bei teureren Immobilien, bei denen die Grundschuld unterhalb des Verkehrswertes liegt. In diesem Fall bekommt die Bank bei einem Verkauf des Objektes mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Geld zurück. In den meisten Fällen lässt sich die Beurkundung allerdings nicht vermeiden. Denn mit der Bestellung der Grundschuld unterwirft sich der Besteller in der Regel der Zwangsvollstreckung. Damit sichert sich die Bank das Recht, im Falle des Kreditausfalls sofort gegen den Kunden vorgehen zu können, ohne vorher bei Gericht klagen zu müssen. Diese Unterwerfung ist beurkundungspflichtig.

Tipp 4: Geld kostet auch die sogenannte Auflassungsvormerkung. Diese sichert dem Käufer den schuldrechtlichen Anspruch auf die Übertragung des Eigentums an einer Immobilie, bis als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen ist. Bei Immobiliengeschäften zwischen Nahestehenden oder innerhalb der Familie, wenn etwa eine Immobilie auf die Ehefrau oder die Kinder übertragen wird, kann auf diese Auflassungsvormerkung verzichtet werden.



Kommentare

Karsten Aßmann-Funk 11. Juni 2013 um 09:38

Geld lässt sich beim Immobilien-Kauf auch sparen, wenn man an mitverkauftes Zubehör (z.B. die Einbauküche, oder das hochwertige Garten-Haus) denkt, wirkt sich dann immerhin ein wenig auf die Grunderwerbsteuer aus.

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