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„Journalist“ unter Beschuss

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2013

Diesen Link stelle ich hier einfach mal unkommentiert hin. http://www.newsroom.de/news/display/index.cfm?id=339839  Das hat folgende Gründe:
1) Newsroom/ Verlag Oberauer ist ein Mitbewerber auf dem Markt der Journalisten-Presse.
2) „Medienwatch“ kenne ich zu wenig,
3) Die Ausgabe des „Journalist“ habe ich bislang nicht gesehen.

„Verlagsbeilage“ ist einer der typischen Tarnbegriffe für redaktionelle Werbung. Verwunderlich wäre für mich nicht, dass der Inhalt von einer Bausparkasse erstellt wurde. Überhaupt wundert mich bei Finanzunternehmen wenig. Verwunderlich wäre es aber, wenn ausgerechnet das Hausblatt der Journalistengewerkschaft DJV sich so einer Täuschung bedienen sollte.

Dazu mal die einschlägigen Richtlinien des Pressekodex, den der DJV mitverantwortet (Hervorhebung von mir):
Richtlinie 7.1 – Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen
Für bezahlte Veröffentlichungen gelten die werberechtlichen Regelungen. Nach ihnen müssen die Veröffentlichungen so gestaltet sein, dass die Werbung für den Leser als Werbung erkennbar ist.
Richtlinie 7.2 – Schleichwerbung
Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht.
Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material sowie bei der Abfassung eigener redaktioneller Hinweise durch die Redaktionen.
Dies gilt auch für unredigierte Werbetexte, Werbefotos und Werbezeichnungen.
Richtlinie 7.3 – Sonderveröffentlichungen
Sonderveröffentlichungen unterliegen der gleichen redaktionellen Verantwortung wie alle redaktionellen Veröffentlichungen.




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