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Interview: Die Finanzberater-Tricks vor dem Jahresende

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2015

In den Wochen vor dem Jahresende häufen sich Veranstaltungen von Banken, Maklern und Vermögensverwaltern. Etwa zum „Info-Abend Rentenplanung“ oder „Kamin-Gespräch“ über das Minizins-Dilemma.

Lohnt es sich, dahinzu gehen – und was sind die typischen Ticks der Finanzberater? Darüber sprach ich mit WDR Quintessenz und erläuterte unter anderem, was Kaffeefahrten und Finanzfirmen gemeinsam haben. Hier ein Ausschnitt:


Das Interview sowie der Text mit Details zu typischen Finanzberater-Tricks finden Sie hier beim WDR.

Besonders diese Tricks der Finanzberater sollten Sie kennen:

Unabhängig: Zahlreiche Finanz-Berater geben vor, unabhängig zu sein, etwa weil sie mehrere Angebote zur Verfügung haben. Am Ende wird häufig aber eben das Angebot vorrangig präsentiert, beim dem es die höchsten Provisionen gibt. Außerdem: Jeder angestellte Finanz-Berater ist abhängig – von seinem Chef, der in der Regel mehr Umsatz sehen will.

Kostenlos: Es wird oft damit geworben, eine Veranstaltung, eine Beratung oder ein Depot-Check sei kostenlos. Allerdings geht es dabei um etwas sehr Kostbares: Persönliche Daten von potenziellen Kunden. Schon mit der Anmeldung füllt sich die Adress-Datei des Finanz-Beraters. Bei Veranstaltungen und Beratungen wird dann versucht, noch mehr Details zu erfahren. In der Finanzbranche hat das einen hohen Wert. Kundenanfragen (sogenannte „Leads“) etwa für Lebensversicherungen oder private Krankenversicherungen werden für mehrere Hundert Euro gehandelt.

Geprüft: Steuervorteile, staatliche Aufsicht, Test-Siegel – alle das wird gerne verwendet, um den Eindruck zu vermitteln, es handele sich sozusagen um ein geprüftes, also ein unbedenkliches Angebot, dem man vertrauen kann. Bei der Riester-Rente wurde z.B. lange damit geworben, der Vertrag sei staatlich zertifiziert. Allerdings sagt so etwas noch gar nichts darüber aus, ob ein Vertrag auch gut ist. Er erfüllt lediglich gesetzliche Voraussetzungen.

Exklusiv: Einige Finanz-Berater oder Finanz-Unternehmen versuchen, den Eindruck zu erwecken, sie hätten z.B. eine exklusive Formel für die perfekte Geldanlage zu bieten. Der „XYZ-Indikator“ oder das „XYZ-System“ hört sich zunächst mal sehr imposant an – meist verbergen sich dahinter aber nur neu deklarierte Investment-Strategien, die seit langem bekannt sind.



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