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Fahrrad gestohlen: Im Keller ist das Rad versichert, im Garten nicht

Zuletzt aktualisiert: 3. April 2018

Der Frühling kommt dieses Jahr etwas später, aber er wird sicher irgendwann beginnen und dann beginnt auch wieder die Rad-Saison. Fahrrad-Diebstähle sind dann an der Tagesordnung. Wie sieht es dann aus mit Versicherungsschutz, etwa bei der Hausratversicherung.

Ein Fahrrad, egal wie teuer, zählt wie ein Sofa, ein Computer oder die Kleidung zum „Hausrat“ und ist daher in einer Hausratpolice mitversichert, und zwar für alle üblichen Risiken wie Feuer oder Einbruch-Diebstahl. Wird das Fahrrad also bei einem Brand zerstört oder bei einem Wohnungseinbruch entwendet, erhält der Besitzer grundsätzlich den Neupreis erstattet.

Die Hausratversicherung zahlt bei bei „Einbruch-Diebstahl“

Damit der Diebstahl eines Fahrrades unter das Risiko „Einbruch-Diebstahl“ fällt, muss zuvor eingebrochen worden sein. Wurde in die abgeschlossene Wohnung, den abgeschlossenen Keller oder die abgeschlossene Garage eingebrochen, gibt es kein Problem. Die Hausratversicherung zahlt. Ein Problem gibt es allerdings beim Garten: Selbst wenn er einen hohen Zaun und eine verriegelte Tür hat, gilt er nicht als Raum, in den eingebrochen werden kann. Folglich ist die Voraussetzung „Einbruch-Diebstahl“ nicht erfüllt.

Einfacher Diebstahl extra versichern

Besser ist der Fahrrad-Besitzer dran, wenn der einfache Diebstahl des Drahtesels mitversichert wird, was in der Regel einen Prämienaufschlag kostet. Wie viel es genau kostet, hängt von dem Höchstbetrag der Entschädigung ab, der vereinbart wird (meist ein Prozentsatz der Versicherungssumme). Ein Einbruch ist dann keine Voraussetzung mehr. Das Fahrrad ist in so einem Fall auch im Fahrradständer vor dem Kino oder vor der Arbeitsstelle versichert. Es muss natürlich gesichert gewesen sein.

Nachts gilt der Versicherungschutz nur bei Gebrauch des Rades

Versicherungskunden sollten auf den Wortlaut in ihren Versicherungsbedingungen achten: Vor allem bei älteren Verträgen wurde oft noch die so genannte „Nachtzeitklausel“ verwendet. Die Hausratversicherung muss demnach bei einfachem Diebstahl zwischen 22 und 6 Uhr nur dann zahlen, wenn das Fahrrad noch „in Gebrauch“ war. Das bedeutet: Wenn ein Nachtschwärmer gegen Mitternacht jemanden besucht und das Rad vor der Tür abstellt, wäre es versichert – sofern der Besitzer später weiterfahren will. Wurde der Gebrauch aber beendet, weil der Besitzer über Nacht blieb, kann die Hausratversicherung die Leistung verweigern. Und: Es gibt Versicherer, die unabhängig von der Uhrzeit bei Nicht-Gebrauch verlangen, dass ein Abstellraum genutzt wird, wenn es möglich ist.

Diebstahl muss der Polizei angezeigt werden, damit die Versicherung zahlt

Wurde das Fahrrad gestohlen, sollten Versicherungskunden außerdem daran denken: Es muss unverzüglich eine Diebstahlsanzeige bei der Polizei aufgegeben werden.



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