19. Dezember 2012 | Autor:

Gold kaufen: “Anlagegold” mit Steuervorteil

Gold_Kaufen_Mehrwertsteuer
Bei Goldkauf fällt mal Mehrwertsteuer an, mal nicht, so der Bankenverband.

Gold kaufen wollen derzeit viel. Ein Grund ist die Eurokrise. Der neue Gold-Rausch hat bereits zu einem Höhenflug des Goldpreises geführt. So mancher mag gerade jetzt auch an ein Gold-Geschenk für seine Lieben denken. Allerdings sollten Gold-Interessenten beim Kauf einiges beachten, unter anderem das Thema Mehrwertsteuer, schreiben der Bankenverband und die Arag.

So genanntes Anlagegold kann in Deutschland mehrwertsteuerfrei erworben werden. Dazu gehören die handelsüblichen Goldbarren sowie Goldmünzen, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, gesetzliche Zahlungsmittel sind oder waren und deren Marktpreis sich im Wesentlichen nach ihrem Goldgehalt bestimmt. Zu den bekanntesten zählen laut Arag der Krugerrand, Britannia, Maple Leaf, American Eagle und Panda. Diese Münzen werden von Anlegern in erster Linie mit dem Ziel gekauft, möglichst nahe zum Marktpreis Gold zu erwerben. Der Nennwert der Münzen ist meist nebensächlich und liegt immer unter dem Goldpreis.

Von jeder Goldmünze gibt es verschiedene Stückelungen angefangen von 1/20 Unze Gold bis hin zu einer Unze Gold. Der Preis einer Münze beinhaltet aber nicht nur die Materialkosten, sondern zusätzlich wird ein Aufpreis für die Prägekosten fällig. Je größer die Stückelung desto kleiner ist der Aufpreis im Verhältnis zum Goldwert. Eine klassische Goldmünze mit großer Verbreitung ist der Krugerrand mit seinem charakteristischen rötlichen Glanz. Er entsteht durch eine Kupferbeimischung, welche die Festigkeit der Münze erhöht und so ein Verkratzen.

Volle Mehrwertsteuer bei Goldmedaillen und Goldschmuck

Beim Kauf von Goldmedaillen, Goldschmuck und historischen Goldmünzen, deren Wert sich nach der Seltenheit und nicht nach dem Goldwert richtet, fällt dagegen Mehrwertsteuer an. Ist der Preis einer historischen Goldmünze höher als der 2,5-fache Goldwert, gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, ansonsten die volle Mehrwertsteuer. Bei Silber-Anlagemünzen werden 7 Prozent Mehrwertsteuer und auf Platin- und Palladium-Münzen sogar 19 Prozent Mehrwertsteuer erhoben.

Der Bankenverband warnt nicht ganz uneigennützig vor Goldkauf im Internet, jedenfalls bei Angeboten von unbekannten Firmen. Es gebe immer wieder gefälschte Goldmünzen. Banken und Sparkassen indes würden für die Echtheit der von ihnen verkauften Goldmünzen und Goldbarren garantieren.

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