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Checkliste Jahresende 2017: Finanzen optimieren mit diesen 10 Finanztips

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2017

Das Jahr 2017 ist schon fast wieder vorbei.Trotz Weihnachtsstress sollte man aber an die Finanzen denken und Sparchancen nutzen, die sich jetzt noch sichern lassen. Ich habe eine Checkliste Finanzen für 2017 erstellt – ein Finanztip nach dem anderen.

Finanztip 1: Freistellungsaufträge. Je nach Bank lassen sich bis Mitte oder Ende Dezember noch Freistellungsaufträge (801 Euro Alleinstehende, 1.602 Euro Verheiratete) für das laufende Jahr erteilen oder ändern. Mit einer Änderung kann noch der Abgeltungssteuer-Abzug für Zinsen verhindern werden, die zum Jahresende 2017 gutgeschrieben werden. Nützlich kann das für Bankkunden sein, die bislang bei der einen Bank einen zu hohen Betrag freigestellt haben, bei der anderen Bank einen zu geringen. Wer es nicht mehr schafft: Zu viel gezahlte Steuern lassen sich über die Steuererklärung für 2017 zurückholen. 

Finanztip 2: Sondertilgung Kredit. Immobilienfinanzierer, die für ihr Darlehen eine jährliche Sondertilgung vereinbart haben, sollten dieses Recht nach Möglichkeit bis Jahresende nutzen, etwa indem das in vielen Fällen gerade ausgezahlte Weihnachtsgeld dafür verwendet wird.

Der Grund: Meistens ist der zu zahlende Kreditzins viel höher als der derzeit mögliche Zinsertrag für Geldanlagen, der gerade derzeit etwa bei Sparbüchern oder Tagesgeldern besonders dürftig ist

Finanztip 3: Steuerklassen-Wechsel. Wenn einem verheirateten Arbeitnehmer im nächsten Jahr die Arbeitslosigkeit droht, sollte er mit seinem ebenfalls erwerbstätigen Partner jetzt noch die Steuerklassen-Wahl prüfen und unter Umständen bis zum Jahresende wechseln. Der Kandidat für Arbeitslosigkeit erhält die günstigere Klasse, was sein Netto erhöht. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld, der sich nach früherem Netto berechnet, kann dadurch erheblich steigen. Die Arbeitsagenturen erkennen grundsätzlich nur eine Steuerklassenwahl an, die vor Jahresbeginn getroffen wurde.

Finanztipp 4:  Verlust-Bescheinigung. Bis zum 15. Dezember 2017 können Sparer und Anleger bei ihrer Bank eine Verlustbescheinigung beantragen. Diese ist notwendig, wenn die Verluste mit Erträgen bei anderen Banken über die Einkommensteuererklärung verrechnet werden sollen. Der Grund für den Stichtag: Bleibt innerhalb der Bank nach Verrechnung von Gewinnen und Verlusten ein Verlust am Jahresende bestehen, muss die Bank den Verlust in das nächste Kalenderjahr übertragen.

Finanztip 5: Handwerker bezahlen. Bis zu 1.200 Euro gibt der Fiskus jährlich für ordentlich abgerechnete Handwerker-Arbeiten dazu. Dabei kann es sich auch Neubauten handeln (Bundesfinanzhof, Az: VI R 61/10). Ein Vor- oder Rücktrag in ein anderes Jahr ist aber nicht möglich (Bundesfinanzhof, Az: VI R 44/08). Um den Steuervorteil zu optimieren, sollten größere Arbeiten wie eine Sanierung daher über zwei Jahre verteilt werden – einen Teil bezahlt der Kunde in diesem Jahr, den Rest im nächsten Jahr. Insgesamt könnten dann bis zu 2.400 Euro vom Staat als Zuschuss fließen. Sehr wichtig: Die Rechnung muss die absetzbaren Anfahrts- und Arbeitskosten von den Materialkosten trennen.

Finanztip 6: Zahnarzt-Zuschuss. Mitglieder gesetzlichen Krankenkassen sollten die jährliche Routineuntersuchung beim Zahnarzt noch hinter sich bringen. Die Krankenkassen belohnen das mit höheren Zuschüssen beim Zahnersatz. Nach fünf Jahren regelmäßiger Routineuntersuchungen beträgt der Bonus 20 Prozent (60 statt 50 Prozent Erstattung), nach zehn Jahren 30 Prozent (65 statt 50 Prozent Erstattung). Schon bei einer einzelnen Krone kann der Bonus um die 50 Euro Ersparnis bedeuten.

Finanztip 7: Kfz-Versicherung. Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann mehrere Hundert Euro Ersparnis bringen. Faustregel: Je jünger der Fahrer, desto eher lohnt sich ein Wechsel, denn in jungen Jahren ist der „Schadenfreiheitsrabatt“ noch gering. Umso mehr machen sich Tarifunterschiede bemerkbar. Die Kündigung bei der alten KFZ-Versicherung muss bei den meisten Gesellschaften bis zum 30. November erfolgen. Wer der Termin verpasst hat, sollte auf die Prämienrechnung für 2018 achten: Wurde die Prämie erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Der Autofahrer bekommt dann also eine zweite Chance zum Wechsel.

Finanztip 8: Autounfall-Meldung. Wer in diesem Jahr einen Autounfall selbst bezahlt hat, um seinen Rabatt zu retten, kann seine Entscheidung noch revidieren: Bis zum 31. Dezember darf ein Schaden nachgemeldet werden (ein Schaden im Dezember noch bis 31. Januar). Sinnvoll ist das meist, wenn ein zweiter, größerer Schaden verursacht wurde und der Rabatt ohnehin verloren ist.

Finanztip 9:  Riester-Förderung. Wer im Jahr 2015 einen Riester-Renten-Vertrag hatte, muss bis spätestens Ende 2017 die Förderung auch beantragen – sonst verfällt sie für 2015. Wer noch keinen Riester-Vertrag hat, aber bis Ende 2017 abschließt und einzahlt, kann sich für das laufende Jahr noch die volle Förderung sichern. Wer bereits einen Riester-Vertrag hat, sollte prüfen, ob die Einzahlungen in 2017 ausreichen. Denn die volle Förderung gibt es nur, wenn mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens eingezahlt wurden.

Finanztip 10: Betriebsrenten-Einzahlung. Im Jahr 2017 kann ein Arbeitnehmer bis zu vier Prozent seines Arbeitseinkommens, maximal 3048 Euro, in eine betriebliche
Altersvorsorge einzahlen. Dem individuellen Steuersatz entsprechend reduziert sich
dadurch die Steuerbelastung für 2017. Wer das Maximum noch nicht erreicht hat, kann sich den Steuervorteil durch eine Einzahlung im Dezember sichern.



Kommentare

Andreas 2. Dezember 2015 um 17:01

Und wieder ist es ein Jahreswechsel. Eine eigene Checkliste kann ich jedem empfehlen um immer wieder Alles zu prüfen. Einmal im Jahr sollte man das machen.

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