FINBLOG.de – Aktuelle Notizen vom Finanzjournalist Andreas Kunze

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Archiv für die Kategorie Mallorca

11. Mai 2010
Bahncard-Abofalle: Künftig mit Notausgang

Die Deutsche Bahn will offenbar auf die Kritik an den Zwangsabos bei Bahncards reagieren. Die Süddeutsche berichtet:

Bahn-Chef Rüdiger Grube sagte auf einer Mitarbeiterversammlung: “Wir wollen die Folge-Bahncard weiter zusenden, dem Kunden jedoch 14 Tage Zeit zum Bezahlen oder Zurücksenden geben.”

Das wäre wirklich ein feiner Zug der Bahn. Mit der “Probe-Bahncard” (s. Finblog vom 6.5.) oder aktuell mit der “Fan-Bahncard” werden nach meiner Einschätzung Bahnkunden kaltschnäuziig überrumpelt.

Rechtlich halte ich die Praxis sowieso für fragwürdig. Dass ein Vertragsverhältnis in ein anderes einseitig “überführt” wird (s. AGB), ist für mich ohne gesetzliche Grundlage. Die Deutsche Bahn wertet die Nichtkündigung eines Vertragsverhältnises (der Probe-Bahncard) als Bestellung einer regulären Bahncard.
Keine Willenserklärung soll also eine Willenserklärung sein. Das ist abgefahren wie mancher ICE.
Noch am ehesten ließe sich das rechtfertigen, wenn man die Bestellung der Probe-Bahncard zugleich als eine Bestelliung der regulären Bahncard mit einer aufgeschobenen Bedingung sieht (Nicht-Kündigung der Probe-Bahncard).
Dann müsste aber bei der Bestellung der Probe-Bahncard dem Kunden klipp und klar sein, dass er zugleich eine reguläre Bahncard bestellt, etwa mit eindeutigen Überschriften wie “Bestellung Bahncard 25 für ein Jahr”. Ansonsten ist das m.E. eben keine auf den Vertragsabschluss gerichtete Willenserklärung mit der Folge, dass kein Vertragsverhältnis über die reguläre Bahncard zu Stande gekommen ist.
Sollte dazu schon mal jemand geklagt haben, wäre ich über eine Info dankbar.

26. April 2010
Mallorca: Bauen soll schwieriger werden

Mallorcas Inselregierung hat eine neues Baugesetz verabschiedet, womit Bauen auf Mallorca deutlich erschwert wurde. Mit dem “Ley del Suelo” bleibt es bei 14.000 Quadratmeter Land, die mindestens für ein neues Haus zur Verfügung stehen müssen. Das Haus soll aber künftig nur noch maximal zwei statt bisher drei Prozent des Grundstückes ausmachen dürfen.

Ein Beispiel: Bei 20.000 Quadratmetern Land kann der Neubau derzeit noch 600 Quadaramteter belegen, künftig nur noch 400 Quadratmeter. Außerdem soll die maximale Höhe von acht auf sieben Meter reduziert werden.

Aus der Bauwirtschaft kam prompt Kritik: Das Gesetz sei entworfen worden, als auf Mallorca ein Bauboom herrschte. Inzwischen steckte die Bauwirtschaft in der Krise – das geplante Gesetz mache die Lage noch schwieriger. Von der Regierung hieß es, man sei während des
parlamentarischen Verfahrens für alles offen.
Quelle:
http://www.diariodemallorca.es/mallorca/2010/04/24/ley-suelo-reduce-superficie-viviendas-rustico-2-parcela/564548.html

19. April 2010
Immobilienpreise Mallorca: Absturz im 1. Quartal 2010

Über die Entwicklung der Immobilienpreise auf den Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) sind neue Zahlen veröffentlicht worden, diesmal vom spanischen Wohnungsministerium. Demnach sind die Preise für Wohnungen auf Mallorca und den Nachbarn-Inseln im ersten Quartal 2010 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken – das ist ein deutlich größerer Rückgang als der spanische Schnitt (4,7 Prozent). Die Balearen sind größter Verlierer im ersten Quartal.

Bei Neubau-Wohnungen (bis zwei Jahre alt) betrug der Rückgang nach Angaben des Wohnungsministeriums 5,7 Prozent auf den Balearen. Der Durchschnittspreis für solche Immobilien wird mit 2.328 Euro angegeben. Bei älteren Wohnungen ging es acht Prozent runter. Der Durchschnittspreis für Immobilien älter als zwei Jahre liegt bei 2.018 Euro.
Quelle:
http://www.mallorcadiario.com/index.php?option=com_content&task=view&id=53580&Itemid=32

1. April 2010
Quadratmeterpreis Palma de Mallorca: 2.693 Euro

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer Wohnung auf den Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) lag im März 2010 bei 2.578 Euro, in Palma de Mallorca bei 2.693 Euro.

Das ist im Prinzip die gute Nachricht, denn laut Angaben eines Immobilienportals sind andere Regionen beim durchschnittlichen Quadratmeterpreis gegenüber Mallorca und Co. noch teurer: País Vasco (3.941 Euros), Madrid (3.010), Cataluña (2.871) y Cantabria (2.598).

Die schlechter Nachricht: Im März sind die Preise von Wohnungen auf den Balearen über dem nationalen Schnitt gefallen. Während es im spanischen Schnitt um 1 Prozent auf 2426 Euro pro Quadratmeter runterging, fielen die Preise auf Mallorca und anderen anderen Inseln im Vergleich zum März 2009 um 2,64 Prozent. Schlechter war nur La Roja mit einem Minus von 3,67 Prozent.

Quelle:
http://www.europapress.es/illes-balears/noticia-pisos-baleares-son-quintos-mas-caros-espana-2578-euros-m2-pisoscom

30. März 2010
Immobilien-Verkäufe Spanien: Gewinnsteuer gestiegen

Mallorca-Immobilienmakler Lutz Minkner berichtet in seinem aktuellen Newsletter, die zum Jahresbeginn in Kraft getretenen Erhöhungen der Gewinnsteuern beim Verkauf von Immobilien seien auf Mallorca noch weitgehend unbekannt. Die wesentlichen Veränderungen beschreibt Minkner wie folgt:

Privatpersonen
Privatpersonen hatten bislang auf den Gewinn 18% Steuern zu zahlen. Zukünftig erhöht sich diese Steuer auf 19% bei einem Gewinn bis zu 6.000 €, bei Gewinnen über 6.000 € beträgt der Steuersatz jetzt einheitlich 21%.

Gewinnsteuer des S.L. (Körperschaftsteuer)
Die S.L. hatte ihre Gewinne (also auch die aus Immobilienverkäufen) bis zu einem Gewinn von 120.000 € mit 25%, bei Gewinnen darüber hinaus mit 30% zu versteuern. Beide Steuersätze wurden nunmehr um 5%, also auf 20% und 25% reduziert.

23. März 2010
Mallorca: 25 Prozent weniger Touristen

Das Tourimus-Jahr hat sehr schlecht angefangen für die Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera): Im Vergleich zum Vorjahr kamen in den Monaten Januar und Februar fast 25 Prozent weniger Touristen nach Mallorca und Co., so Zahlen der spanischen Tourismus-Statistiker (IET).

Im Februar betrug der Rückgang immerhin noch 18 Prozent.
Die Balearen liegen damit weitaus schlechter als der nationale Durchschnitt (- 3,8 Prozent). Die Kanarischen Inseln sowie Andalusien konnten im Gegensatz dazu zulegen. Die Balearen wurden laut Bericht vor allem von einem Rückgang bei deutschen und französischen Gästen getroffen.

Tourismus in
Quelle: IET