Skip to main content

Änderungen 2016: Was bei Bank, Steuern und Versicherungen wichtig wird

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2015

Im kommenden Jahr 2016 müssen wir uns auf einige Änderungen bei den Finanzen einstellen. Hier ein Überblick, den der Finanzvertrieb MLP erstellt hat.

Bank: IBAN-Pflicht ab Februar 2016 für alle

Verbraucher können nur noch bis zum 1. Februar für Inlandszahlungen auch ihre bisherige Bankleitzahl und Kontonummer bei Überweisungen & Co. verwenden. Ab dann gilt ausschließlich die International Bank Account Number (IBAN). Zudem ist bis 1. Februar noch das elektronische Lastschriftverfahren nutzbar. Zugleich entfällt zu diesem Datum die Angabe des Business Identifier Code (BIC) auch für Zahlungen ins Ausland. Für Firmen ist die IBAN schon länger Pflicht.

Steuern: Freistellungsauftrag Kapitalerträge nur noch mit Steuer-Id

Durch Änderungen des § 45d EStG verlieren Freistellungsaufträge ohne gültige Steuer-Identifikationsnummer (IdNr.) ab 1.1.2016 ihre Gültigkeit. Liegt dem zuständigen Institut diese Nummer nicht bis zum Stichtag vor, darf es den eingerichteten Freistellungsauftrag nicht mehr berücksichtigen und muss bei Kapitalerträgen die Kapitalertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag einbehalten. Zuviel gezahlte Steuern könnten dann erst über die Lohnsteuererklärung zurückgefordert werden. Deshalb sollten Kunden prüfen, ob sie für früher erteilte Freistellungsaufträge bereits ihre Steuer-Identifikationsnummer an die konto- oder depotführende Bank weitergereicht haben. In der Regel steht die Steuer-Identifikationsnummer im Einkommensteuerbescheid, auf der Lohnsteuerbescheinigung oder im Informationsschreiben des Finanzamtes.


Hausratversicherung: Ohne Rauchmelder Versicherungsschutz in Gefahr

Anfang 2016 müssen auch in allen bestehenden Gebäuden Rauchwarner installiert sein, denn Ende des Jahres läuft die Nachrüstfrist für Rauchmelder in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ab. Für Neubauten gilt in fast allen Bundesländern bereits seit einigen Jahren eine Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern. Zur Installation der Rauchmelder sind in der Regel die Eigentümer von Häusern oder Wohnungen verpflichtet bzw. die Vermieter.

Wer der Nachrüstpflicht dauerhaft nicht nachkommt, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern verletzt unter Umständen die sogenannte Obliegenheitspflicht seiner Hausratversicherung oder Gebäudeversicherung. Die vertraglichen Obliegenheiten beschreiben Pflichten des Versicherten – dazu gehört auch die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften, also auch die Rauchwarnmelderpflicht. Wird eine vertragliche Obliegenheit verletzt, kann der Versicherer im Schadenfall die Entschädigung kürzen. Bislang wurde davon, soweit ich weiß, kein Gebrauch gemacht; darauf solle man sich aber nicht verlassen.

Rürup-Rente: Sonderausgabenabzug steigt 2016 weiter

Aufwendungen zu einer Basis-Rente/ Rürup-Rente können zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Der maximale Förderrahmen der Basis-Rente wird jährlich erhöht. Ab Januar 2016 steigt dieser auf 22.766 Euro für Singles und auf 45.532 Euro (Beträge nach aktuell gültiger Gesetzeslage). Allerdings gelten diese Maximalbeträge erst ab 2025 vollständig. 2016 können 82 Prozent der Altersvorsorgebeiträge zur Basis-Rente und zur gesetzlichen Rentenversicherung steuerlich geltend gemacht werden. Das sind – bei einem tatsächlichen Beitragsaufwand in Höhe des maximalen Förderbeitrags von 22.766 Euro – maximal 18.668 Euro (37.336 Euro für Verheiratete bei Beiträgen in Höhe von 45.532 Euro).

Betriebsrente: Höchstbetrag ändert sich

Bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) sich der geförderte Höchstbetrag, also der Gehaltsbestandteil, der ohne Abzug von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investiert werden kann, auf 248 Euro monatlich (2.976 Euro pro Jahr). Das entspricht vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung West. Steuerfrei sind sogar unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche 1.800 Euro jährlich möglich.

Private Krankenversicherung (PKV): Neue Pflichtgrenze ab 2016

Für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV) gilt für Angestellte eine Versicherungspflichtgrenze von 56.250 Euro Jahreseinkommen ab 2016. Erst nach Überschreiten dieser Grenze besteht Wahlfreiheit zwischen beiden Systemen. Zum 1. Januar 2016 gilt der von fast allen Anbietern verabschiedete „PKV-Tarifwechselleitfaden“. Darin verpflichten die Versicherer sich unter anderem, Wechsel-Anfragen von Kunden innerhalb einer festgelegten Frist zu beantworten und ihnen möglichst viele Tarifmöglichkeiten zur Auswahl zu stellen, um den Tarifwechsel zu vereinfachen.

Für die gesetzlichen Versicherungen gelten ab 2016 ebenfalls neue Höchstgrenzen bzw. Rechengrößen, die Sie hier nachlesen können.



Kommentare


Andreas 5. November 2015 um 13:56

Sehr schöne Übersicht, das bringt mich auf den aktuellen Stand. Ich hoffe das stimmt auch Alles genau. Viele Grüße!

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.


Beliebte Suchen mit Google


steuer 2016 änderungen (36)Änderung Pflege 2016 (24)änderungen 2016 steuern (13)steuern 2016 änderungen (4)änderungen ab 2016 (4)Rente 2016 Änderungen (3)Änderungen /Neuerungen rente 2016 (1)änderungen 2016 iban (1)änderungen ab 1 1 2016 (1)Änderungen AB März 2016 (1)änderungen juni 2016 (1)änderungen steuer 2016 (1)änderungen versicherungen 2016 (1)Bewirtungen änderung 2016 (1)Änderung EStG ab 2016 (1)
Bewertungen & Erfahrungen 2017: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Änderungen 2016: Was bei Bank, Steuern und Versicherungen wichtig wird