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Abgeltungssteuer: Wahlrecht bei Kirchensteuer fällt weg

Zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2014

„Wichtige Informationen zu Ihrer Kirchensteuer!“: Per Kontoauszug oder beim Online-Banking via Bildschirm werden Kunden von Banken und Sparkassen zur Zeit auf Änderungen bei Abgeltungssteuer und Kirchensteuer aufmerksam gemacht – selbst solche Kunden, die gar nicht Kirchenmitglied sind. Müssen jetzt alle Kirchensteuer zahlen? Die Verbraucherzentrale Sachsen erläutet, was da los ist.

Die Abgeltungssteuer kennt jeder Anleger. Seit 2009 zieht der Staat von allen Kapitalerträgen 25 Prozent Abgeltungssteuer ab, sofern die Freibeträge (801 € Single/1602 € Verheiratete) überschritten werden oder kein Freistellungsauftrag gestellt wurde. Doch damit nicht genug. Zusätzlich verlangt der Fiskus noch den Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Kirchensteuer muss nur zahlen, wer einer Glaubensgemeinschaft angehört, die das Recht hat, Steuern einzuziehen und dieses Recht auch ausübt.

Wahlecht bei Kirchensteuer zur Abgeltungsteuer entfällt

Seit 2009 dürfen kirchensteuerpflichtige Anleger wählen, wie diese Steuer auf ihre Kapitalerträge erhoben werden soll. Möglich ist eine Abführung gleich über die Bank oder über die Steuererklärung, wenn der Anleger der Bank nicht mitteilen will, welcher Kirche er angehört. Dieses Wahlrecht entfällt ab 1. Januar 2015. Ab diesem Stichtag müssen Anleger bei ihrer Bank oder Sparkasse keinen Antrag auf Einbehalt von Kirchensteuer mehr stellen. Die Banken und Sparkasssen sind dann nach dem Einkommenssteuergesetz verpflichtet, die Kirchensteuer direkt einzubehalten und an die Glaubensgemeinschaften weiterzuleiten. Banken und Sparkassen erhalten dazu vom Zentralamt das Kirchensteuerabzugsmerkmal „Kistam“. Es informiert, ob der Kunde einer Religionsgemeinschaft angehört und zu welchem Steuersatz.

Kirchensteuerpflicht 2015 für alle?

Wer nicht möchte, dass das Kreditinstitut Informationen über persönliche Kirchensteuer-Daten erhalten soll, kann einen Widerspruch einlegen. Darüber informieren derzeit die Banken und Sparkassen, und zwar alle Kunden – auch solche, die keiner Kirche angehören. Kirchensteuerpflicht ab 2015 für jeden? Das fragen sich deswegen derzeit viele. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Wenn jemand kein Mitglied einer Religionsgemeinschaft ist, meldet das Bundeszentralamt für Steuern einen „Nullwert“ an die Bank oder Sparkasse, es wird also keine Kirchensteuer abgezogen.

Für Kirchenmitglieder gilt: „Wer dem automatischen Abzugsverfahren widersprechen möchte, sollte dies nicht formlos, sondern auf dem dafür vorgesehenen amtlichen Vordruck tun“, sagt Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Dieser findet sich im Internet unter dem Titel „Erklärung zum Sperrvermerk“ auf der Seite der Bundesfinanzverwaltung https://www.formulare-bfinv.de. Ein Widerspruch bedeutet jedoch nicht, dass die Anlegerinnen und Anleger von der Kirchensteuer befreit sind. Vielmehr besteht dann die Verpflichtung, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben und dort die entsprechenden Angaben zu tätigen.



Kommentare

Gudrun Lange 30. Juni 2015 um 12:19

Leider ist das Formular „Erklärung zum Sperrvermerk“ nicht zu finden.
Unter der Tel. Nr. 0228/406-1240 wird nach langem Warten geholfen.
Ansonsten stimme ich den nachfolgenden Beiträgen zu.

Antworten

Gudrun Lange 30. Juni 2015 um 12:20

Danke, so kann ich heute noch dagegen vorgehen.


Mensah-Attoh, Brigitte 29. Juni 2015 um 22:28

NEIIIIN zur Kirchensteuer! habe heute (Ende Juni 15) diese PostBank-Beilage vom Vorjahr zufällig wieder i.d.Hände bekommen – aber den Wisch schon wieder nicht kapiert. Allein deshalb bin ich jetzt hier in diesem Forum gelandet. – Habe mein Leben lang keine „Kirchensteuer“ bezahlt, bin EU-Rentnerin, wohne im EU-Ausland.
Braucht es nun t r o t z d e m einen Widerspruch (für alle Fälle)? – oder kann ich den Zettel beruhigt wegschmeißen?
Eine Antwort wäre schön!Danke!

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Anonymous 5. Juni 2015 um 17:19

Würde ein Christ einen Christen mit einer Steuer belangen ?.
Bitte um Antwort.

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Anonymous 5. Juni 2015 um 16:07

Jesus hat Brot geteilt nicht genommen.

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j.erpel 25. Februar 2015 um 17:41

ich nie in der kirche gewesen,muß ich auch kirchensteuern zahlen?

Antworten

Martina 31. Januar 2015 um 12:56

muss ich als eu rentnerin jetzt auch so ein formular ausfüllen, weiß das jemand?

ich würde mich über einen info hierzu sehr freuen, die eu rente ist wenig geung, ich kann davon keine kirchensteuer zahlen.
lg Martina

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Anonymous 2. März 2015 um 12:09

nein


Manfred Drescher 29. Januar 2015 um 12:08

Habe heute die bisherigen Meinungen gelesen und stimme den meisten zu. Am meisten ärgere ich mich, wenn auf der kath. Steuerbescheinigung meine Jahreseinkünfte vermerkt sind, obwohl ich dieser Glaubensgemeinschaft nicht angehöre! Begeht nicht der zuständige Leiter des Finanzamt mit der Weidergabe meines Einkommens, an eine nicht staatliche Behörde, eine Straftat? Wo bleibt der Datenschutz? Man könnte meinen, unser Staat ist ein Büttel der Kir- chen!

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Ulrich Konn 31. Januar 2015 um 13:05

Hallo Manfred Drescher, ich gebe hier allen Recht, aber nun schau doch mal auf die wenige Resonanz.
In Deutschland muss das Rad immer neu erfunden werden, Kirchensteuer wurde immer über die Lohnabrechnung abgeführt. Aber Arbeitgeveb müssen ja weiter entlastet werden. KFZ Steuer wurde über das Finanzamt abgewickelt, weiter gereciht an eine Institution die ja Geld für ihr eVerwaltung braucht, das Zollamt nimmt ja immer weniger ein, soll aber überleben
Die Rentner, die seit ein paar Jahren in Rente gehen, tun heute so, als hätten sie von der Rentenreform 1989, wo man allen zufünftigen Rentnern 1/3 ihrer Rente einfach weggenommen haben, keiner wehrte sich, 3 Jahre Zeit, 1992 wurde das Gestzt erst verabschiedet.
Man muss doch erkennen, dass immer noch gesagt wird „uns geht es doch soooooo gut“. ja das stimmt und deshalb dreht man immer weiter an der Daumenschraube, bis auch dennen so scheiße geht die heute noch sagen… alles ist gut in Deutschland.
Wir werden von Tag zu Tag ärmer, 1.800,– € Brutto verdient, bekommt jetzt weil zu alt udn arbeitslos, 771,– € Arbeitslosengeld. Frage wer macht es mir vor, davon zu Leben, dann mache ich es ganz sicher nach.

LG Ulli


Bärbel Maisenbacher 27. Januar 2015 um 09:26

mein mann und ich waren noch nie in der kirche und sind auch nicht getauft.
müssen wir etwas tun?

Antworten

Klaus Wagler 11. Januar 2015 um 18:40

Ich brauche ein Formular zum Sperrvermerk, Wiederspruch der Kirchensteuer. Ich habe von meiner Postbank einen Hinweis bekommen. Ich will sichergehen und ein
solches Formular nochmal einreichen, obwohl ich schon mehr als 10 Jahre ausgetreten bin, also die Kirchensteuer mich nicht betreffen sollte.Trotzdem
bin ich verunsichert, Bitte können Sie mir ein solches Formular per mail zusenden.

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Günter Kramlowsky 14. Januar 2015 um 16:48

ich brauche ein Formular zum Sperrvermerk,Widerspruch der Kirchensteuer.

Michael 15. Januar 2015 um 10:56

Habe ich auch erhalten wenn du dir den Artikel durch liest wirst du feststellen wer nicht in der Kirche ist benötigt KEIN Formular.
Im übrigen hat nur die Postbank ständig es nötig Kunden zu verunsichern. Ein Bankwechsel ist das Beste


christian .k 19. Dezember 2014 um 14:55

Der papst soll liber sparen und auf seiner Prister aufpasen das Die keine Kinder
machen dan kommt die Kirche auch Mit Ihrem geld aus.Das Folg ist doch kein sünden bock, das wir für die unehrlichen Kinder Zahlen müssen.

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Wolfgang Schmitke 22. September 2014 um 13:38

Ich bin vor etwa 25 Jahren aus der Kirche ausgetreten und bereue diesen Schritt bis heute nicht. Die Kirche ist einer größten Abzocker, es hat mich damals am meisten aufgeregt, als Sie bei meiner Sonderzahlung kräftig zugelangt haben. Nie wieder Kirche und somit keine Kirchensteuer.

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Pendl Monika 21. August 2014 um 17:14

Hiermit widerspreche dem automatischen Abzug der Kirchensteuer auf Kaptitalerträge.Ich werde wie bisher meine Kirchensteuer über meine jährliche Einkommensteuerklärung abführen.Ich bitte um Bestätigung

Antworten

Josef Kiesewetter 17. August 2014 um 01:52

Bitte senden Sie das amtliche Formular zum widerspruch fuer Kirchensteuer oder wo kann ich es finden. Wir haben Deutschland for 58 Jahren am 26.11.1956 verlassen und sind Staatsbuerger der USA. Wir haben andere Sorgen die das aelter werden bringt. Dankend, Josef Kiesewetter.

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Andreas D. 13. August 2014 um 22:43

Ich bin zur Zeit Arbeitslos. Sollte ich 2015 auch noch Erwerbslos sein, muß ich dann Kirchensteuerzahlen?

Antworten

Kenny 23. Juli 2014 um 08:41

Gib auch bald Tempelsteuer ?
weil ich als Budischmus bin

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Dithie 14. Dezember 2014 um 10:57

So ist die Demokratie,Ausbeutung durch Kirche + Staat unter A.Merkel,ist doch klar warum die immer wieder an die Macht kommen,die Stimmen von Beam-
te+Parteigenosssen+Mitläufer reichen,das Volk wird doch nie befragt!


Kurt Schmid 3. Juli 2014 um 09:05

Kirchensteuer
Da ich jährlich die Steuererklärung machen muss, ist der Einzug der Kirchensteuer von den Zinsen nur eine zusätzliche Belastung. Hat die Verwaltung nichts besseres zu tun als diese Regelung? Das Formular für die „Sperrvermerkerklärung“ habe ich nicht bis zum 30.06.2014 gefunden, deshalb dieses Schreiben.
Was ist URL (rechts oben dieses Schreibens)?
Bitte um Bestätigung des Antrags.

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G. Blaschke 2. Juli 2014 um 00:44

Manche hier wiedergegebenen Aussagen und Meinungen erstaunen. Wer die von den Banken zugesandten Informationen zur Kirchensteuer sorgfältig durchgelesen und verstanden hat weiss, dass sich nur die Art und Weise ändert, wie die Kirchensteuer von Mitgliedern bestimmter Religionsgemeinschaft eingezogen wird oder werden kann. Insofern hat sich an dem Prinzip der Kirchensteuererhebung durch den Staat nichts geändert. Wer bisher keine Kirchensteuer zu zahlen hatte, zahlt auch in Zukunft keine, auch wenn er kein Formular ausfüllt.
Unabhängig davon halte auch ich es für einen Anachronismus, Kirchensteuer durch den Staat (oder die von ihm beauftragten Banken) einziehen zu lassen.
Kirche und Staat sollten streng voneinander getrennt sein, was Dienstleistungen des Staates (wie Kirchensteuereinzug)gegenüber jeder Religionsgemeinschaft ausschließt. Aufgabe des Staates sollte es vielmehr sein, Intolleranz und Fanatismus bestimmter religiöser Gruppen entgegen zu wirken, um Verblendungen einzelner Gruppen und Gefährdungen der Allgemeinheit zu vermeiden.

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Helga Bielas 23. Juni 2014 um 10:31

Ich wundere mich, dass es in unserer Demokratie solche dogmatischen Gesetze erlassen werden. Ich bin seit mehr als 40 Jahre kein Kirchenmitglied mehr,
daher finde ich diese Regelung ungehörig noch dazu da man weiß wie reich die
Kirchen sind.

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Dithie 14. Dezember 2014 um 11:07

Hallo,le !
Da sieht,erkennt man ,eine“Demokratie“(für Hierarchie)unter der sooo belieb-
ten,stärksten Kanzlerin der Welt,der Bürger wird nicht mehr befragt,einfach
Gesetze,im Namen des Volkes, erlassen die Banken beauftragen+schon ist die Kirche saniert,Danke Frau Merkel+genossen !!!


Nabruch 12. Juni 2014 um 13:51

Bin 1962 in die Bundesrepublik geflüchtet und muss nun die FDJlerin
hier ertragen.Es reicht ! Meine erste Amtshandlung war, aus der Kirche
auszutreten. Keinen Euro den Kirchenheinis ! !
Staat und Kirche gehören strikt getrennt, Ihr Erfüllungsgehilfen in Berlin.

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Dithie 14. Dezember 2014 um 11:09

Würde mich freuen ,zu wissen ,ob die ehemalige FDJ-+Parteigenossin A.Merkel
auch Kirchensteuer zahlt !!!


ann swedberg-pichler 10. Juni 2014 um 13:58

An Herrn Kunze
Zeit 1998 bin ich schon aus Deutschland abgemeldet und seitdem in Scweden angemeldet und bezahle hier Kirchensteuer.
Die Deutsche Bank kann aber meine Abmeldung von Kirchensteuer nich durchführen. Man sagt das diese Abmeldung an die Bundeszentralamt für Steuer eingereicht werden muss.

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Frank W§alter 31. Mai 2014 um 12:00

Leute geht zur friedlichen Montagsdemo für den Frieden immer 18.00 Uhr Leute wacht auf !

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Anonymous 17. Mai 2014 um 14:38

Rentenkasse plünder, Die Kirche denn Arsch abwischen unsere Politer sind das letzte dreckspack!!!!

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H.G.Stepken 10. Mai 2014 um 09:20

Ich bin mit diesem Staat fertig Würde für dieses Land keinen Finger mehr krumm machen.Meine Frau u. ich werden in Zukunft nicht mehr Geld ausgeben wie nötig u. werden uns von allen Veranstaltungen zurückziehen.

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Lothar Finster 6. Mai 2014 um 16:33

damit diese Personen für das nichtstun belohnt werden und in saus und braus
leben können .Sich Paläste leisten und für die Gemeinde wenig tun .
In Frankreich wird der Geistliche von der Gemeinde bezahlt , diese Gemeinde .
Wer sich ansträngt wird auch belohnt von der Gemeinde .
PS . ich habe einen Franziskaner kennen gelernt , der während und nach dem 2 Weltkrieg deutsche Kriegsgefangende über die Klöster Italiens nach Deutschland geschleust hat . Es war 1958 , er lebte sehr ärmlich , alle Achtung .
Ich habe mir 1960 den Vatikan betrachtet , was waren dort für Schätze und die Menschen hungern in der Welt . Ich habe eine privat Audienz beim Papst
abgelehnt .So etwas muss nicht sein .Man kann und darf nicht die Augen darüber verschliessen .

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Volker 5. Mai 2014 um 07:13

Die Frechheit unserer Regierenden, den Menschen noch mehr aus der Tasche zu ziehen, kommt gerade vor den Wahlen recht.Die Bundestagswahl hat ja der „Hosenanzug“ sicherheitshalber abgewartet. Bürger, auf die Strasse, wir sind das Volk!!!

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Marianne Schulz 4. Mai 2014 um 17:08

Das ist schon allerhand was man mit den Menschen macht.Ich war noch nie in der Kirche,und soll jetzt Kirchensteuer bezahlen,das glaubt doch nur ihr.komme gerade so mit mein bisschen Rente hin,und das bisschen soll ich auch noch abgeben.Was lässt sich die Regierung noch so alles einfallen.Schämen sollen sie sich.

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Dieter Teichmann 14. April 2014 um 13:33

Ich bin zu DDR zeiten aus der Kirche ausgetreten.Auch meine Frau gehört keiner Glaubesgemeinschaft an.Müßen wir irgend etwas tun.

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Andreas Kunze 4. Juni 2014 um 14:46

Sie sollten m.E. kontrollieren, ob evtl. doch Kirchensteuer abgeführt wurde. Es kann ja Pannen bei der Datenübermittlung geben.


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