23. Januar 2014 | Autor:

Abgeltungssteuer: Wahlrecht bei Kirchensteuer fällt weg

„Wichtige Informationen zu Ihrer Kirchensteuer!“: Per Kontoauszug oder beim Online-Banking via Bildschirm werden Kunden von Banken und Sparkassen zur Zeit auf Änderungen bei Abgeltungssteuer und Kirchensteuer aufmerksam gemacht – selbst solche Kunden, die gar nicht Kirchenmitglied sind. Müssen jetzt alle Kirchensteuer zahlen. Die Verbraucherzentrale Sachsen erläutet, was da los ist.

Die Abgeltungssteuer kennt jeder Anleger. Seit 2009 zieht der Staat von allen Kapitalerträgen 25 Prozent Abgeltungssteuer ab, sofern die Freibeträge (801 € Single/1602 € Verheiratete) überschritten werden oder kein Freistellungsauftrag gestellt wurde. Doch damit nicht genug. Zusätzlich verlangt der Fiskus noch den Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Kirchensteuer muss zahlen, wer einer Glaubensgemeinschaft angehört, die das Recht hat, Steuern einzuziehen und dieses Recht auch ausübt. Seit 2009 dürfen kirchensteuerpflichtige Anleger wählen, wie diese Steuer auf ihre Kapitalerträge erhoben werden soll. Möglich ist eine Abführung gleich über die Bank oder über die Steuererklärung, wenn der Anleger der Bank nicht mitteilen will, welcher Kirche er angehört. Dieses Wahlrecht entfällt ab 1. Januar 2015. Ab diesem Stichtag müssen Anleger bei ihrer Bank oder Sparkasse keinen Antrag auf Einbehalt von Kirchensteuer mehr stellen. Die Banken und Sparkasssen sind dann nach dem Einkommenssteuergesetz verpflichtet, die Kirchensteuer direkt einzubehalten und an die Glaubensgemeinschaften weiterzuleiten.

Abführen von Kirchensteuer zur Abgeltungsteuer wird Standard

Wer aber nicht möchte, dass das Kreditinstitut Informationen über persönliche Kirchensteuer-Daten erhalten soll, kann einen Widerspruch einlegen. Darüber informieren derzeit die Banken und Sparkassen und zwar alle Kunden, auch solche, die keiner Kirche angehören. Für diese besteht jedoch kein Handlungsbedarf, denn in diesem Fall meldet das Bundeszentralamt für Steuern einen “Nullwert” an die Bank, es wird also keine Kirchensteuer abgezogen. „Wer dem automatischen Abzugsverfahren widersprechen möchte, sollte dies nicht formlos, sondern auf dem dafür vorgesehenen amtlichen Vordruck tun“, sagt Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Dieser findet sich im Internet unter dem Titel „Erklärung zum Sperrvermerk“ auf der Seite der Bundesfinanzverwaltung https://www.formulare-bfinv.de. Ein Widerspruch bedeutet jedoch nicht, dass die Anlegerinnen und Anleger von der Kirchensteuer befreit sind. Vielmehr besteht dann die Verpflichtung, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben und dort die entsprechenden Angaben zu tätigen.

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Meinungen/Erfahrungen

Meinungen

  1. Dieter Teichmann sagt:

    Ich bin zu DDR zeiten aus der Kirche ausgetreten.Auch meine Frau gehört keiner Glaubesgemeinschaft an.Müßen wir irgend etwas tun.

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