Vor über zwei Jahren hatte ich hier ein Posting, wonach es bei Kfz-Versicherung immer mehr um “Risikomerkmale” des Fahrers/Halters geht, weniger um das Auto. Ich schlug als Titel vor: “Du bist das Auto“.
AP-Autorin Berrit Gräber hat sich den aktuellen Markt angeschaut und berichtet, dass Allianz, HUK-Coburg oder DEVK es inzwischen noch genauer wissen wollen:
Kfz-Halter, die in verkehrsberuhigten, risikoarmen Stadtteilen, in Stadtrandlagen oder auf dem flachen Land wohnen, kriegen unter Umständen mehr Rabatt eingeräumt als die mit Wohnsitz in belebten Innenstädten. Selbst innerhalb einer Stadt wird nochmals unterschieden, abhängig vom Wohnviertel.
M.E. dienen alle diese Rabatte (wie Garagen-Rabatt, Einzelfahrer-Rabatt, Frauen-Rabatt) im Wesentlichen dazu, den Markt intransparenter zu machen und die Vergleichbarkeit zu erschweren. Für die Risikokalkulation nutzen diese Angaben etwa zum Wohnviertel kaum etwas, weil sie zum Beispiel nichts darüber aussagen, wo ein Wagen überwiegend gefahren wird.
Das wahr Kalkül dürfte sein, dass zahlreiche Verbraucher beim Stichwort “Rabatt” zugleich an Vorteil denken und sich weitere Vergleiche sparen (man denke nur an Riester-Rente und das Stichwort “staatliche Förderung”).
Mein Tipp: Wenn ein Versicherer besonders viel mit Rabatten wirbt, ist er vermutlich generell teuer und wird es auch nach Rabatt bleiben. Nach meinen Erfahrungen sind folgende Gesellschaften generell günstig:
Direct Line
Deutsche Internet
Europa
WGV
HUK24
RuV24
Ineas