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8. September 2008
Schleichwerbe-Star Kiewel wieder beim ZDF

Mit jahrelanger Schleichwerbung für den Diät-Futter-Hersteller Weight Watchers soll Moderatorin Andrea Kiewel eine halbe Million Euro verdient haben. Als alles rauskam, wurde sie vom ZDF gefeuert. Am 22. Oktober geht ihre Karriere beim Zweiten aber schon weiter: Kiewel wird laut Medienberichten in einer Gala der Welthungerhilfe auftreten und ein Projekt im indischen Orissa vorstellen.
Was ist jetzt eigentlich bizarrer:
- dass das ZDF diese Person überhaupt wieder vor die Kamera lässt
- oder dass die Diät-Werberin ausgerechnet für eine Aktion der Welthungerhilfe auftritt?

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Kommentare

Kommentar von Volker am 8.9.2008 um 15:02

Tja, ich hatte auch gedacht, dass die Dame nach dem Schleichwerbe-Skandal höchstens noch bei Sendern der Kategorie 9live unterkommt. Aber das ist wohl der neue Trend (Dschungel-Star Lisa Fitz soll jetzt ja auch wieder bei den ÖR eine Sendung kriegen): erst die große Empörung, dann etwas Gras über die Sache wachsen lassen und sich am Ende gnädig zeigen.
Wie auch immer, ich will die Visagen im TV nicht mehr sehen und werde mir diese Sendungen garantiert nicht anschauen, was bei Formaten wie “Fernsehgarten” eh nicht schwer fällt.

Kommentar von Beobachter am 8.9.2008 um 15:24

“- oder dass die Diät-Werberin ausgerechnet für eine Aktion der Welthungerhilfe auftritt?”

Das war auch gleich mein erster Gedanke. Diät-Futter und Welthungerhilfe – das ist mehr als bizarr.
Denken Fernsehleute bei der Besetzung überhaupt mal nach oder geht das alles über die berühmte B-Coutch?

Kommentar von Stefan am 8.9.2008 um 15:28

…ich glaube, die Frau heißt Kiewel, von sich berufen Fühlenden auch Kiwi genannt. Oder die Frucht und der Vogel aus Neuseeland heißen Kniwi. ;-)

Kommentar von Andreas Kunze am 8.9.2008 um 15:33

@Stefan: Danke für den ebenso nützlichen wie humorvollen Hinweis. Ich habe aus Kniwi wieder Kiwi gemacht.

Kommentar von Prüfer am 9.9.2008 um 21:22

Ok, schön war die Geschichte nicht; aber lebenslanges Berufsverbot? Sofern Sie in angemessener Form “bestraft” wurde, soll sie doch wieder moderieren.

Kommentar von Andreas Kunze am 9.9.2008 um 21:57

@Prüfer: Das hat m.E. nichts mit Berufsverbot zu tun. Jeder Arbeitnehmer, der über Jahre hinweg seine Firma bescheißt, fliegt hochkant raus und kriegt noch eine Strafanzeige etwa wegen Untreue mit dazu. Das ZDF demonstriert mit seiner Entscheidung. dass es selbst schwerste Schleichwerbung bestenfalls als Kavaliersdelikt sieht. Wenn überhaupt.

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