25. April 2007
Altersvorsorge richtig verkaufen
Endlich: Neuer Statistik-Stoff.
Die DBV-Winterthur hat eine Umfrage machen lassen zu den Sorgen der Deutschen.
Titel: “Deutsche sorgen sich um Gesundheit und Arbeitsplatz”
Die Sorge um die Vorsorge hat vermutlich nicht den erhofften Stellenwert erhalten. Sogar der Terrorismus liegt noch davor. Und zum Schluß der Pressemitteilung heißt es fast trotzig:
Lediglich 9 Prozent planen, in den nächsten zwei bis vier Jahren eine private Rentenversicherung abzuschließen. Da ist die Sorge um den Arbeitsplatz eben doch die größere.
Ich finde, die Umfrage ist einfach schlecht verkauft. Um in die BILD (und andere Massenpublikationen) zu kommen, sollte eine Umfrage die Reiz-Themen Sex oder Frauen und Männer streifen. Das läuft immer. Da bietet sich doch dieser Absatz an:
Auf Platz vier landete die Sorge um Angehörige (38,2%), gefolgt von der Angst vor Terroranschlägen (37,1%) und dem Thema Altersvorsorge (36,8%). Fast ebenso viele fühlen sich belastet durch Kriminalität (35,9%). Weit abgeschlagen hingegen ist mit 17,2 die Sorge um die Beziehung (Ehe, Partnerschaft).
Na also. Auf einen solchen Titel würde die BILD dann doch schon eher anspringen:
Neue Schock-Studie: Rentenangst größer als die Liebe
oder
Renten-Schock: Altersvorsorge wichtiger als die Ehefrau
oder
Schockierend: Immer mehr Männer denken beim Sex an die Rente
Hier die Pressemitteilung im Volltext
Von: Andreas Kunze | Kategorie: 07 - Redaktion Rente |
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Kommentare
Kommentar von bosch am 25.4.2007 um 15:54
Die größte Angst der DBV dürfte derzeit wohl die Integration in den AXA-Konzern sein, oder?
Kommentar von Daisy am 26.4.2007 um 14:32
Fidelity legt heute auch nach: Frauen hätten in der Rente deutlich weniger Geld zur Verfügung (53 Prozent des früheren Bruttogehalts) als Männer (59 Prozent des Bruttogehalts). Angeblich liegt das daran, dass sie “zu defensiv investieren” (also vermutlich nicht genügend Fidelity-Aktienfonds kaufen). Ein wie großer Teil des Unterschieds schlichtweg aus der Tatsache resultiert, dass Frauen aufgrund von Kindererziehungszeiten und Teilzeitarbeit in der Regel nun mal deutlich weniger gesetzliche Rentenansprüche erwerben als Männer, sagt Fidelity natürlich nicht.



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