24. April 2007
Werbe-Anrufe im Visier der Politik
Unerbetene Werbeanrufe sind ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG) – doch das kratzt aggressiv werbende Firmen meist wenig. Den Anruf zu beweisen ist wegen unterdrückter Telefonnummern schwierig, die möglichen Folgen für den Werber sind ohnehin gering. Laut einem Bericht im “Tagesspiegel” halten einige Politiker nun strengere Vorschriften zu sinnvoll:
Das Verbraucherschutzministerium will erreichen, dass Anrufer ihre Nummern nicht länger unterdrücken können. Die Grünen wollen Firmen per Gesetz Bußgelder bis zu 50 000 Euro aufbrummen. Die Union – Julia Klöckner, Fraktionsvize Wolfgang Bosbach und Rechtspolitiker Günter Krings – hat das Bundesjustizministerium aufgefordert, mögliche Schritte zu prüfen. „Schon der erste Verstoß muss zu spürbaren Einbußen bei den Unternehmen führen“, fordert Klöckner. Verträge, die den Verbrauchern am Telefon untergeschoben werden, sollen unwirksam sein.
Mehr hier:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/archiv/22.04.2007/3217612.asp
Wenig Verständnis habe ich bei diesem Thema für Finanzvermittler, etwa aus der Versicherungsbranche, die die Kundenberatung in Gefahr sehen und sich fragen, “wie bei der Rechtsprechung Makler und ersicherungsvermittler noch arbeiten sollen”.
Anrufe zu laufenden Verträgen sind durchaus zulässig, etwa wenn es um die Schadenregulierung geht. Und ansonsten, wenn etwa die neue Rentenversicherung präsentiert werden soll, kann das m.E. genauso per Brief geschehen.
Von: Andreas Kunze | Kategorie: 03 - Recht |
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Kommentare
Kommentar von Lars am 25.4.2007 um 11:16
Pauschal sicher schwer zu sagen, dennoch ziehe ich mitlerweile auch den Brief vor, da sich die Kunden meist nicht so überrumpelt fühlen und von sich aus anrufen können. außerdem vergißt man dann nicht einfach etwas im Eifer des Gespräches, hat für beide Seiten einige Vorteile.
Wohingegen sich ältere Menschen, die seit 30-40 Jahren Kunden beim Unternehmen sind, meist doch mehr über einen Anruf freuen, auch wenn es nur der Information dient. Es ist persönlicher und sie fühlen sich gerne persönlich beraten.
Man sollte immer auf den einzelnen Kunden schauen, grundsätzlich stimme ich Ihnen aber zu, ein Brief ist oft die bessere Wahl.



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