FINBLOG.de – Aktuelle Notizen vom Finanzjournalist Andreas Kunze

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14. September 2006
“Deutsche nur wenig zufrieden mit ihrer Bank”

Es gibt eine neue Studie zu Bankkunden:

Drei von vier privaten Bankkunden in Deutschland (73%) sind mit der Qualität der Leistungen ihrer Hauptbank nicht
zufrieden. Kritisiert werden vor allem hohe Gebühren, ungünstige Konditionen sowie eine mäßige Beratungs- und Servicequalität.

Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.
Bemerkenswert finde ich, dass das wenig schmeichelhafte Ergebnis für die Postbank angesprochen wurde.

Lediglich jeder vierte Hauptbankkunde von Großbanken (30%), Postbank (24%) und Sparkassen (23%) lobt hingegen die
Leistungsqualität des eigenen Instituts. Vergleichsweise am zufriedensten sind die Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken (30%), Sparda banken (42%) und insbesondere von Direktbanken (59%).

Denn bezahlt wurde die Studie offenbar vom Hauptanteilseigner der Postbank (” in Kooperation mit der Deutsche Post AG”).
Das spricht m.E. für die Studie.

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Kommentare

Kommentar von Bernhard Löffler am 19.9.2006 um 16:25

Einen enormen Stunt zur – oder gegen die – Verbraucherzufriedenheit hat sich die hier so oft angesprochene ING-Diba kürzlich geleistet: Im Zuge der Umstellung auf die I-Tan wurden neue Tan-Listen an die Kundschaft verschickt, wie dies auch bei anderen online-Banken en vogue ist. Leider gingen nach Aussagen von Hotline-Mitarbeitern der Diba etliche Listen auf dem Postweg verloren, so dass die Kunden zum Teil nichts von ihrem Glück wussten. Dies hinderte die Diba jedoch nicht daran, sozusagen im Handstreich und unabhängig von einer eventuellen Zustimmung der Betroffenen das System ausschließlich auf I-Tan umzustellen. Kunden, die keine Liste erhalten hatten, mussten folglich feststellen, dass aus ihrem Tagegeldkonto plötzlich ein Wochen-, Monats- oder gar Ewiggeldkonto geworden war, denn bis zum Eintreffen der Listen war ihr Geld sicher wie in Fort Knox – sogar vor ihrem eigenen Zugriff.
Wie viele Kunden die Diba diese peinliche Dummheit gekostet hat, wäre sicherlich ein interessantes Thema für weitere Recherche. Bisher ließ sich von der sichtlich bemühten Dame an der Hotline lediglich in Erfahrung bringen, dass Kündigungen durch wütende Kunden “in letzter Zeit häufiger vorkamen”.

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