5. Mai 2006
Männerwelt, leere Wohnzimmer
So langsam kommt bei mir der Verdacht auf, dass manche PR-Strategen absichtlich grottenschlechte, teilweise lächerliche Presse-Mitteilungen an bloggende Journalisten schicken – in der Hoffnung, dass diese grottenschlechten, teilweise lächerlichen Presse-Mitteilungen als Negativ-Beispiele erwähnt werden. Sie werden dann zumindest erwähnt, was die Suchmaschinen-Relevanz verbessert.
Manche PR-Strategen sind ja ohnehin der Meinung: besser schlechte Presse als gar keine Presse. So gesehen, hätten manche etwa jüngst wieder bei Mr. Indiskretion Thomas Knüwer vom Handelsblatt oder auch bei mir schon Erfolg gehabt. Sind die PR-Leute wirklich so durchtrieben?
Die Presse-Mitteilung der Woche, an mich als Finanzjournalisten geschickt, machte mich auf folgendes aufmerksam (Auszug):
Wenn die Männerwelt zwischen dem 9. Juni und dem 9. Juli gemeinsam die Fußball-WM anschaut, stehen viele Wohnzimmer leer. Eine prima Gelegenheit für eine Homeparty als gesellige Alternative zum Fußball-Marathon vor dem Fernseher. Unter dem Motto
“Anpfiff zur Homeparty”
veranstaltet das internationale Magnetschmuck-Unternehmen XXXXXXXX* daher eine große Schmuckparty-Aktion mit internationalem Flair und tollen Magnetschmuck-Geschenken.
*Name der Redaktion bekannt
Von: Andreas Kunze | Kategorie: 01 - Allgemein |
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