Eine spannende Diskussion dürfte heute Abend im SWR zu sehen sein, in der Sendung “Quergefragt”:
Die Vorsorgelüge:
Ist die Rente doch sicher?
Ist die gesetzliche Rentenkasse doch das Modell der Zukunft? Oder schlittern wir ohne private Vorsorge in die Altersarmut? Können wir in dreißig Jahren wieder mit 65 in Rente gehen?
“Die Rente ist sicher!” – Von wegen: Sie ist nicht sicher, das staatliche System steht vor dem Kollaps. Inzwischen gilt sie vielen fast schon als Binsenweisheit, die vermeintliche “Rentenlüge” der Kohl-Regierung und ihres langjährigen Sozialministers Norbert Blüm. Und in der Tat sieht der Blick in die Zukunft düster aus: Immer weniger Beitragszahler kommen auf immer mehr Rentner. Die Jungen von heute werden von der gesetzlichen Rente allein im Alter nicht mehr leben können. Die neue Bundesregierung wie die alte mahnt deshalb private Vorsorge an, die “Riesterrente” und eine längere Lebensarbeitszeit (Rente mit 67) wurden eingeführt.
Alles Humbug, die Deutschen werden grundlos verunsichert, kritisiert Norbert Blüm unverdrossen, die “Rentenlüge” ist in Wirklichkeit eine “private Vorsorgelüge”, die beitragsfinanzierte, solidarische Rente nach wie vor das beste Alterssicherungssystem, das wir haben. Der ehemalige Bundesarbeitsminister ist sich sicher: Wenn die Konjunktur anzieht, sind auch die Rentenkassen wieder voll. Buchautor Albrecht Müller geht noch einen Schritt weiter und wittert eine große Verschwörung von Versicherungswirtschaft, Politik und Medien. Das Ziel: der große Reibach mit der Zukunftsangst der Menschen.
Sendung am: 31.05.2006, 20.15 Uhr
Blüm hatte jüngst in einem Brief an BILD angedeutet, wie er das Thema sieht.
Schade, da habe ich schon was vor. Aber es gibt ja das Windows Media Center.