23. März 2006
Mailing vom Bausparverband
Die Journalisten sind eine große Gemeinschaft. Da kennt jeder jeden. Da spricht jeder mit jedem. Da mailt jeder mit jedem.
Deshalb muss man aus den Redaktionsmails auch kein großes Geheimnis machen.
So denkt offenbar der Verband der privaten Bausparkassen, der heute eine Pressemeldung “Wohnungsbau: Auch 2006 noch keine Trendwende” verschickt hat, “mit der Bitte um Beachtung und Verwendung”.
Der E-Mail-Verteiler ist vom Feinsten. Etwa 100 Adressen von Leuten in Wirtschaftsredaktionen sind da drin, von BILD über Süddeutsche, FAZ, Handelsblatt, Focus und natürlich noch viele andere allerfeinste Medien.
Alles schön sichtbar im An-Feld des Mailers. Geradezu eine Goldgrube für jede PR-Agentur. Hoffentlich funktioniert der Datenschutz bei Bausparverträgen etwas besser.
Kleiner Tipp: Setzt man den Verteiler auf BCC (Blindcopy), sind die Empfänger nicht sichtbar.
PS 1: Der Absender i. A. Dr. Stefan Jokl (Abt. Grundsatzfragen, Koordination, Kommunikation) scheint den Wert einer persönlichen E-Mail-Adresse zu kennen. Jedenfalls ist für ihn nur angegeben: bausparkassen@vdpb.de.
PS 2: Für Pressemitteilungen gebe ich künftig nur noch folgende E-Mail-Adresse raus: schrott@fintext.de
Da staunst Du Bauklötze

Von: Andreas Kunze | Kategorie: 01 - Allgemein |
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Kommentare
Kommentar von Martin am 23.3.2006 um 12:52
Das traurige ist ja, das dies nicht nur verstaubten Bausparkassen passiert, sondern auch modernen Suchmaschinen. Eine solche verschickte vor wenigen Tagen auch eine Pressemitteilung nach obigem Muster. F

Kommentar von Christian Merz am 23.3.2006 um 10:56
Google is your friend:
http://www.experten.de/NET/website/146742.website
Bei Mails direkt an
jokl@vdpb.de
freut er sich um so mehr.