Finanzjournalist Andreas Kunze:

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24. Februar 2006
Das Steuer-Wunder der ING-Diba

Deutschlands beste Bank hat, so scheint es, ein Steuer-Wunder geschafft!
Für das Jahr 2005 weist die ING-Diba einen mehr als verdoppelten Vorsteuergewinn aus, und zwar geradezu sensationell wirkende 269 Millionen Euro (Vj. 105) – davon zahlt die ING-Diba aber nur eine lumpige Million Euro Steuern. Im Vorjahr waren es noch 18 Millionen Euro Steuern.
Gewinn rauf, Steuern runter?
Das glaubt mir niemand? Bitte – hier ist der Originalausriss aus dem gerade veröffentlichten Geschäftsbericht:
Gewinn rauf, Steuern runter
Dibadibauhu: Der Vorsteuergewinn hat sich mehr als verdoppelt (+156%), die Steuern sind um 94 % gesunken.

Millionen Arbeitnehmer und Unternehmer könnten sich jetzt die Frage stellen: Wie geht das denn bloss? Das Einkommen STEIGT dramatisch – und die Steuer SINKT dramatisch. Normalerweise ist das doch genau umgekehrt! Jedenfalls bei den meisten Arbeitnehmern und Unternehmern.

Bei 269 Millionen Euro Einkommen entspricht eine Million Euro Steuern sensationellen vier Prozent Steuerquote. Selbst auf den Cayman Islands ist es, glaube ich, teurer. Gibt es in Frankfurt/Main eine geheime Sonder-Wirtschaftszone, eine verborgene Steuer-Oase?

Nun, ich habe da eine Idee, warum Vater Staat von dem “neuen Rekordjahr” so wenig abgekriegt hat. Aber das schreibe ich jetzt nicht. Erst mal wird noch recherchiert. Die ING-Diba hat eine Anfrage erhalten – und gerade kam die Antwort:

Bezüglich Ihrer Anfrage vom 24. Februar geben wir Ihnen gerne die von Ihnen gewünschten ergänzenden Informationen:
Der Vorsteuergewinn der ING-DiBa AG betrgt unter HGB-Rechnungslegung im Jahr 2005 rund 133,4 Mio. und ist damit gegenüber dem Jahr 2004 (55,7 Mio. ) ebenso signifikant gestiegen wie der IFRS Vorsteuergewinn. Die sowohl in 2004 als auch in 2005 so geringen Steueraufwendungen unter HGB sind deshalb so niedrig, da aufgrund der bestehenden Organschaft die Steuerzahlung der ING-DiBa AG bei unserem Mutterunternehmen, der ING Direct Holding GmbH anfallen.
In diesem Zusammenhang dürfen wir darauf aufmerksam machen, dass die von Ihnen aufgeführten 18 Millionen Steueraufwand für 2004 den Betrag unter IFRS wiederspiegeln. Der relativ hohe Unterschied zur HGB-Bilanz resultiert daraus, dass unter IFRS auch latente Steuern ausgewiesen werden.

Hmmm, da muss ich noch ein wenig drüber nachdenken.

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Kommentare

Kommentar von derDuisburger am 24.2.2006 um 16:37

(ich versuche es noch mal *g*)

Naja, n

Kommentar von diba am 24.2.2006 um 18:27

0,37174721189591078066914498141264% Steuerquote (http://www.google.de/search?hl=de&rls=GGLD%2CGGLD%3A2004-50%2CGGLD%3Ade&q=100%2F269&meta=)

Kommentar von hans am 24.2.2006 um 21:47

Dieser Gesch

Kommentar von betonblog.de am 25.2.2006 um 12:01

Wir staunen

http://www.betonblog.de/2006/02/dicke-kohle-wenig-steuern.html

Kommentar von ManM am 25.2.2006 um 18:40

Die Erkl

Kommentar von Harald am 26.2.2006 um 23:40

Lese gerade zuf

Kommentar von Stefan am 27.2.2006 um 14:59

In der FTD vom 23.02. ist folgendes

Kommentar von Andreas Kunze am 27.2.2006 um 20:00

@Stefan: Das war ein sehr hilfreicher Kommentar, vielen Dank daf

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