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26. Januar 2006
BILD und die Postbank-Studie

BILD-Redakteur Oliver Santen, bis 2004 Pressesprecher bei der Allianz-Versicherung, sorgt sich bekanntlich sehr um die Altersvorsorge der Deutschen. Heute rüttelt er das Volk noch mal wach:

Trotz Angst vor Schrumpf-Rente und Altersarmut sparen die Deutschen immer noch viel zu wenig privat fürs Alter!

Diese Erkenntnis hat Oliver Santen aus einer Studie gewonnen, die die Postbank in Auftrag gegeben hatte. Was für eine Bestätigung für BILD, die in den vergangenen Tagen die Angst vor Schrumpfrente und Altersarmut tüchtig angeheizt hatte. Aus der Postbank-Studie zitiert Bild-Redakteur Oliver Santen unter anderem wie folgt:

Als ideale Vorsorge für die Alterssicherung bezeichnen 63 % ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung. 38 % vertrauen der Betriebsrente, 41 % setzen auf private Rentenversicherungen.

[Fettungen von mir]
In der Postbank-Pressemitteilung steht allerdings über die Studienergebnisse unter anderem folgendes drin:

Auch bei der Antwort auf die Frage, was die Deutschen als „ideale Form der Altersvorsorge” betrachten, gibt es signifikante Unterschiede: Während im Osten die gesetzliche Rente von 69 Prozent der Berufstätigen zur „idealen Form der Altersvorsorge” gezählt wird, sind es im Westen lediglich 58 Prozent.

Ach was! Trotz BILD-Schrumpfrenten-Altersvorsorge-Angst-Kampagnen betrachten gut 2/3 der berufstätigen Deutschen die gesetzliche Rentenversicherung immer noch als “ideale Altervorsorge”? Also weitaus idealer als private Rentenversicherungen?

Die Deutschen sind einfach zu doof, mag sich BILD-Redakteur Santen gedacht haben.
Idealvorsorge in BILD und die Postbank-Studie

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Kommentare

Kommentar von Sandra am 11.4.2006 um 13:49

Ich werde immer da neugierig, wo Zitate (Postbankstudie) mitten im Satz aufhören und habe einfach mal weitergelesen. – Schade, der Beweis contra BILD hinkt und der Hang danach, Äpfel mit Birnen zu vergleichen scheint nicht nur die Domäne einseitiger Boulevardpresse…

“Insgesamt nur sieben von zehn aller heute Berufstätigen glauben überhaupt noch, als Ruheständler eine gesetzliche Rente zu erhalten.”
“41 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland halten ihre heutige private Altersvorsorge für „nicht ausreichend“.” “Fragt man allerdings, in was konkret die Berufstätigen zur Altersvorsorge künftig verstärkt investieren wollen, setzen sie den Kauf einer selbst genutzten Immobilie an die erste Stelle, knapp vor privaten Rentenversicherungen.”

Kommentar von Andreas Kunze am 11.4.2006 um 13:59

@Sandra: Sorry, aber diese Kritik kann ich nicht verstehen. Dass 7 von 10 Deutschen davon ausgehen, später eine gesetzliche Rente zu kriegen (also eine überwältigende Mehrheit), hat den Nachrichtenwert wie eine Tagesschau-Meldung, dass 99,9% der Weltbevölkerung den heutigen Tag überlebt hat.

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