23. Dezember 2005
Die ING-Diba und die Schufa
In der Reklame poltert die ING-Diba gerade penetrant, sie sei “Deutschlands beste Bank”. Nun, den Titel hat sie tatsächlich bei der bedeutenden Zeitschrift Euro/Finanzen erworben (vgl. Finblog vom 20.05.05)
Wie es einem Baufinanzierungs-Kunden bei der superlativen Direktbank ergangen ist, beschreibt dieser Bericht von “Plusminus”. Die Alptraum-Geschichte: Wegen 10.000 Euro, die von einer Bausparkasse zu spät überwiesen worden waren, wurde der Kunde von der ING-Diba gleich der Schufa gemeldet, bekam er von seiner Hausbank EC-Karte und Dispo gekündigt und hatte einen Anwalt der ING-Diba am Hals.
Alles ein blödes Missverständnis, dessen Aufklärung aber längere Zeit dauerte:
Erst als [plusminus bei der Bank nachhakt, zeigt man sich plötzlich einsichtig. Das Schlimmste an dem Vorgang sei, dass die Meldung an die Schufa zu einem Zeitpunkt erfolgte, als eine Forderung gegen Herrn B. gar nicht mehr bestanden hat – das hätte auf keinen Fall geschehen dürfen, sagt auch Ulrich Ott von der ING Diba. Er gibt aber zu bedenken, dass die Bank mit jährlich rund hunderttausend Fällen dieser Form zu tun habe – und wo Menschen arbeiten, passierten leider auch mal Fehler.
Wie bitte? “Jährlich rund hunderttausend Fälle dieser Form” – was machen bloss die ING-Diba-Kunden, die nicht “Plusminus” an ihrer Seite haben?
Dank an A.P. für den Link
Von: Andreas Kunze | Kategorie: 01 - Allgemein |


